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Zeitfenster für Wahls Wechsel wird kleiner

Holstein Kiel Zeitfenster für Wahls Wechsel wird kleiner

In zehn Tagen ist der Urlaub beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel offiziell beendet. Und vieles deutet darauf hin, dass der von anderen Klubs umworbene Innenverteidiger und zurzeit in den Sommerferien befindliche Hauke Wahl beim Trainingsauftakt am 24. Juni weiter im Kreis der Störche dabei sein wird.

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Hauke Wahl (Mitte) hat bei Holstein noch einen Vertrag bis zum Sommer 2016. Der KSV-Verteidiger würde gern nach Kaiserslautern in die Zweite Liga wechseln.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. Nico Ziercke, Gatte der Ex-Weltklassesprinterin Andrea Philipp (WM-Bronze über 200 Meter 1999) und Wahl-Berater, skizziert das Zeitfenster für den konkreten Verhandlungspoker mit dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern mit maximal noch drei Wochen. „Ist bis dahin nichts geklärt, erfüllt Hauke seinen bis zum 30. Juni 2016 datierten Vertrag in Kiel“, so Ziercke auch mit Blick auf den Saisonauftakt der Roten Teufel vom Betzenberg am kommenden Sonntag: „Es bringt nichts, wenn Hauke als Newcomer in der Zweiten Liga später zum FCK dazu stößt.“

 Das Interesse der Pfälzer am 21-jährigen Wahl, der seit 2012 das Holstein-Trikot trägt und in der zurück liegenden Serie in 33 Drittligaspielen erheblichen Anteil am Höhenflug der Störche besaß, ist laut Ziercke immens. Seit Monaten werde Wahl beobachtet, er sei nach den Lauterer Abgängen Willi Orban (RB Leipzig) und Dominique Heinz (1. FC Köln) neben der Neuverpflichtung Stipe Vucur (23/33 Zweitligaeinsätze für Erzgebirge Aue) als potenzielle Stammkraft für die Abwehrzentrale eingeplant. Doch bislang ist offenkundig die von Holstein geforderte Ablöse für die prominente Speerspitze der eigenen Ausbildungsabteilung zu hoch. Kolportiert wird eine Summe von einer Million Euro. „Das verlangen wir definitiv nicht“, erwidert der Sportliche Leiter der Störche, Ralf Heskamp. Ziercke beziffert die realistische „finanzielle Schmerzgrenze“ inklusive möglicher Erfolgsprämien für die Störche mit rund 500000 Euro. Die Wahrheit dürfte in der Mitte liegen.

 Wahl selbst möchte, so Ziercke, nur allzu gerne den nächsten Karriereschritt machen. Dabei spiele die sportliche Entwicklungsmöglichkeit sowie die Tatsache, dauerhaft vor 10000 Zuschauern und mehr spielen zu können, eine deutlich gewichtigere Rolle als der Verdienst. In diesem Fall, erklärt Ziercke weiter, hätte Wahl schon frühzeitiger anderenorts unterschreiben müssen. Bei der Vertragsverlängerung im Winter 2014 sei das Gehalt seines „Freundes und Klienten“ von einem „Azubi-Niveau auf das eines durchschnittlichen Drittligaprofis“ angehoben worden. Über konkrete Zahlen schwiegen sich beide Parteien aus. Eine weitere Gesprächsrunde im Frühjahr dieses Jahres zwecks zeitlicher Ausdehnung des bestehenden Kontraktes und einer Aufbesserung des Gehaltes bestätigt Heskamp: „Wir haben ein Angebot ohne Ausstiegsklausel für Hauke vorgelegt. Das ist aber nicht angenommen worden.“ Als nicht so weit auseinander wie „die Erde vom Mond“, aber mit Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis deutlich zu gering bewertet Ziercke im Nachklapp die Vorlage der Störche. Sollte in den kommenden Wochen oder Monaten keine Einigung erzielt werden, kann Wahl, dessen konstant gute Leistungen in Liga drei zur Verwunderung sowohl der KSV Holstein als auch Zierckes kein Interesse der U-Nationalmannschaften des DFB geweckt haben, die Förde im kommenden Somer ohne Ablöse verlassen.

 Einem anderen Ex-Kieler ist derweil schon jetzt der Sprung in die Zweite Liga gelungen. Dan-Patrick Poggenberg (23), vom VfL Wolfsburg an den Drittligisten Chemnitzer FC ausgeliehener Linksverteidiger, hat beim Aufsteiger MSV Duisburg einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2017 plus Option für ein weiteres Spieljahr unterzeichnet.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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