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Auf der Suche nach Anschluss

4:0-Niederlage gegen Oldenburg Auf der Suche nach Anschluss

Es war wie in einem ungleichen Boxkampf: Der eine (VfB Oldenburg) ein Schwergewichts-Champion, der andere (TSV Schilksee) ein völlig unterlegenes Federgewicht. Der 4:0 (2:0)-Sieg der Niedersachsen in der Fußball-Regionalliga entsprach einem K.o., bei dem man eigentlich nur darauf wartete, wann TSVS-Trainer Thorsten Gutzeit das Handtuch zur Kampfaufgabe werfen würde.

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Gute Schilkseer Aktion in einer einseitigen Partie: Gekonnt nimmt Benjamin Petrick den Ball zwischen zwei Oldenburgern an.

Quelle: Jörg Lühn

KIEL. Aber der 49-Jährige ist kein Mann, der wegläuft. Er stellt sich und seine Männer tapfer der Aufgabe, fragte allerdings nach der Partie direkt, ob alle in den Spiegel schauen können. „Wir hatten nicht den Hauch einer Chance“, sagte Gutzeit.

 Vor 17 Jahren wurde die Google-Suchmaschine erfunden. Der TSV Schilksee sucht und sucht, er dreht sich im Kreis und findet keinen Anschluss in der Liga. Die achte Niederlage in Folge stellt ein grausames Zwischenzeugnis da. Zur Ehrenrettung darf festgehalten werden, dass die Mannschaft des neuen Trainers Dietmar Hirsch das bisher stärkste Teams war, das sich in der Jürgen-Lüthje-Arena vorstellte. „Wir sind hier heute wirklich wie ein Spitzenreiter aufgetreten. Ich bin mit meinem Einstand sehr zufrieden“, sagte Hirsch.

 Die Gäste hatten früh das Zepter in der Hand. Als immer offensichtlicher war, dass Benjamin Petrick als einzige Spitze agieren würde, ließ Hirsch nur noch mit einer Dreierkette spielen. Die Überzahl im Mittelfeld nutzte der Gast für viele gelungene Ballstafetten. Schilksee war allenfalls ein netter Begleiter. Nach vier vergebenen VfL-Möglichkeiten traf Kifuta nach Vorarbeit des überragenden Thorsten Tönnies zum 1:0 (23.).

 Unmittelbar nachdem Timo Nath mit einer Muskelverletzung vom Feld musste, hatte der TSV seine beste Chance. Einen direkten Freistoß von Petrick (27.) fischte Dominik Kisiel aus dem Eck. Schilksee-Torhüter Chris Kröhnert bewahrte sein Team in der Folge vor einem höheren Rückstand, war aber machtlos als Tönnies sich gegen Marco Rook behauptete und den Ball zum 2:0 (44.) im Netz unterbrachte.

 Auch im zweiten Abschnitt war Kröhnert mehrfach die letzte Station für die Oldenburger. „Als Torwart ist er die ärmste Sau auf dem Platz“, sagte Gutzeit. Bei einem Fallrückzieher von Kifuta (67.) wäre er machtlos gewesen. Kurz nach seiner Einwechslung traf Nils Laabs auf Vorarbeit von Dennis Engel zum 3:0 (70.). Sieben Minuten später erhöhte Kifuta mit seinem neunten Saisontreffer auf 4:0. Der Tabellenführer hatte 16 Chancen, der TSVS kam auf einen Torschuss und zwei kleinere Versuche. „Oldenburg ist hier wie eine Heimmannschaft aufgetreten. Am hohen Sieg gibt es überhaupt keinen Zweifel“, sagte der Sportliche Leiter Frank Drews.

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