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TSV steckt 2:4-Klatsche ein

Landesderby gegen Lübeck TSV steckt 2:4-Klatsche ein

Wer hat das Sieger-Gen des TSV Schilksee versteckt? Vor 1037 Zuschauern blieb der Aufsteiger vor allem in der ersten Halbzeit die Klassenreife schuldig und unterlag dem VfB Lübeck in der Fußball-Regionalliga mit 2:4 (0:4).

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Auf dem Weg zum 1:0 für Lübeck: Christopher Kramer lässt Patrick Amponsah stehen und spielt Torwart Chris Kröhnert aus.

Quelle: Jörg Lühn

Kiel. Am 26. August vor 43 Jahren eröffnete der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann die XX. Olympischen Sommerspiele in München. 1972 war ein Festtag für den Segelstandort Schilksee. Nur die Kicker hinken einem Feiertag in der Vierten Liga weiter hinterher und bleiben nach sechs sieglosen Spielen Besitzer der Roten Laterne. Mit einer Änderung nach dem 1:2 gegen Hannover 96 II schickte Trainer Thorsten Gutzeit sein Team aufs Feld. Den Platz des gesperrten Oliver Dreier nahm Tom Warncke ein.

Schon nach 39 Sekunden prüfte Timo Nath den nach Rotsperre zwischen die VfB-Pfosten zurückgekehrten Jonas Toboll. So verlief die erste Viertelstunde zufriedenstellend für den TSVS, ehe mit dem 0:1 (18.) das Kartenhaus Stockwerk um Stockwerk einstürzte. Kapitän Marco Rook spielte Christopher Kramer den Ball quasi in den Fuß. Der 25-Jährige umkurvte Torhüter Chris Kröhnert und schob den Ball über die Linie. Vor dem zweiten Treffer schwor Rook zwar Stein und Bein, den Ball gegen André Senger gespielt zu haben, doch Schiedsrichter Schönheit pfiff Strafstoß. Diesen verwandelte Moritz Marheineke zum 0:2 (31.). Drei Minuten später verlor Teyi Lawson-Body den Ball, Maurice Maletzki drückte die Kugel zum 0:3 über die Linie. Den Schlusspunkt zum 0:4 (41.) vor der Pause setzte Kramer, der mit Zwischenrufen („Lass mal Billard spielen“) vergeblich auf die vergangene Prügelattacke in Kiel provoziert wurde. „Ich habe es gehört, aber ausgeblendet“, sagte der zweimalige Torschütze.

Die erste Halbzeit brachte Trainer Torsten Gutzeit auf den Punkt: „Ich muss mich für diese Leistung bei den Zuschauern entschuldigen.“ Dennoch mischte der 49-Jährige in der Kabine die Karten seiner Elf neu und appellierte an die Ehre. Nach 33 Sekunden markierte Nath per Kopf das 1:4 (46.) auf Flanke von Benjamin Petrick. Petrick selbst köpfte fünf Minuten später eine Freistoßflanke von Marcel Vones zum 2:4 in die Maschen. Es blieb bei dieser kosmetischen Verbesserung. „In der Regionalliga muss man über 90 Minuten voll konzentriert spielen, sonst kann man hier nicht bestehen“, sagte Innenverteidiger Patrick Amponsah.

Das Schönste zum Schluss: Die befürchteten Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen aus Lübeck und Kiel blieben aus.

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