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"Man darf kein Fantast sein"

Neuer Schilksee-Coach Losch "Man darf kein Fantast sein"

Der TSV Schilksee wartet weiter auf das Spiel eins in der Fußball-Regionalliga nach der Ära von Trainer Thorsten Gutzeit. Am Sonntag sorgten heftige Schneefälle für die Unbespielbarkeit des Kunstrasenplatzes in Norderstedt. Der neue Trainer Matthias Losch stand KN-online Rede und Antwort.

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Matthias Losch ist der neue Trainer beim Regionalliga-Letzten TSV Schilksee.

Quelle: Jörg Lühn

Kiel. 44 Minuten vor dem Anpfiff sorgte Schiedsrichter Lukas Benen (Nordhorn) für den dritten Spielausfall des Tabellenletzten, bei dem Interimstrainer Frank Drews komplett aussscheidet und nicht wieder auf die Position des Sportlichen Leiters zurückkehrt. Mit Matthias Losch hatten die Schilkseer am Freitag bereits einen neuen Trainer präsentiert. Matthias Losch ist 46-jähriger B-Lizenz-Inhaber.

Wie sehen Ihre ersten Planungen in Bezug auf das Training aus?

Wir werden weiter viermal in der Woche trainieren. Dazu gehören die Kraftübungen, wie sie Thorsten Gutzeit und Björn Sörensen für den Montag eingeführt haben. Dienstags, donnerstags und freitags sind wir auf dem Platz zu finden.

Mit welchem Ziel gehen Sie an die Aufgabe heran? Guter Abschied aus der Regionalliga?

Nein! Aber man darf natürlich kein Fantast sein. Wenn ein Mann wie Thorsten Gutzeit, der ein überragender Trainer ist, das nicht hinbekommt, wäre es ja Blödsinn zu sagen, jetzt kommt ein Frank Drews oder ein Matthias Losch, und es läuft alles anders herum.

Was ändern Sie?

Ich habe vielleicht eine etwas andere Ansprache. Die Jungs haben ein halbes Jahr auf die Birne bekommen. Da muss ich in die Köpfe hineinkommen. Vielleicht tut ein anderer Ablauf gut.

Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Wir wollen als Gemeinschaft funktionieren. Das beginnt beim Trainer- und Betreuerteam. Taktisch hat Gutzeit den Jungs alles beigebracht, wir müssen eine Mannschaft daraus machen. Dabei ist zu bedenken, es handelt sich hier nicht um eine gewachsene Hierarchie, acht Spieler der Aufstiegsmannschaft sind nicht mehr dabei.

Wie sieht Ihre Idee vom Fußball aus?

Ganz klar ein 4-4-2-System. Wir wollen aktiv sein und nicht wie das Kaninchen vor der Schlange warten. Natürlich sind wir nicht so blöd und sagen, wir greifen jetzt vorne an. Ich bevorzuge im Mittelfeld die flache Vier, und wir versuchen, den Gegner nach Außen zu lenken.

Was bedeutet das für den Angriff?

Ich halte ganz viel davon, mit zwei Spitzen zu spielen. Eine Spitze spielt sonst eins gegen vier. Bis wir dann nachgerückt sind, dauert es zu lange.

Welche Last nehmen Sie den Spielern ab?

Sie sollen nicht mehr auf die Tabelle gucken. Wir wollen vernünftig Fußball spielen. Ist dann ein Gegner besser, gehen wir hin, gratulieren und können uns im Spiegel anschauen.

Was mögen Sie überhaupt nicht?

Dass sich die Spieler gegenseitig zerfleischen und wir ein schlechtes Bild nach Außen hin abgeben. Das habe ich den Jungs schon gesagt. Das akzeptiere ich nicht, das hat etwas mit Erziehung zu tun. Wir werden das ganze Ding jedoch nicht auf links drehen, aber es ist ein spannendes Projekt.

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