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TSV Schilksee rüstet sich für die 4. Liga

Fußball TSV Schilksee rüstet sich für die 4. Liga

Bisher lag hier ausschließlich der Nabel zur Segelwelt. Heimlich still und leise halten nun auch Schilksees TSV-Fußballer die Flaggen in den Wind – und nutzen die Sommerpause, um nach ihrem Aufstieg den Anforderungen der Vierten Liga gerecht zu werden.

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Mit der Meisterschaft in der Kreisklasse A begann für die Spieler des TSV Schilksee 2010 der erfolgreiche Weg durch die Fußball-Ligen.

Quelle: Jörg Lühn

Kiel. Aus der Kreisklasse in die Regionalliga – der TSV Schilksee hat unter Trainer Thorsten Gutzeit das Kunststück geschafft. Die Fußballer legten in nur sechs Jahren einen Husarenritt durch vier Spielklassen hin. Bis zum Regionalliga-Auftakt am 24. Juli – der TSV hat den FC Eintracht Norderstedt (19 Uhr) zu Gast – muss die Jürgen-Lüthje-Arena den Viertliga-Anforderungen genügen. Die Baggerarbeiten sind schon in vollem Gange. Das Stadion, das nach dem früheren Spieler und Gönner Jürgen Lüthje benannt ist, bekommt nummerierte Sitzplätze und erhält vor den Stehplatz-Traversen einen Zaun.

 Kalkuliert wird die Spielzeit mit durchschnittlich 500 Besuchern. „Wir haben die Zahl bewusst defensiv bemessen, sind aber nicht böse, wenn es 1000 werden“, sagt TSV-Manager Bodo Schild. Für Gästefans werde es einen eigenen Stehplatz-Bereich in der Südkurve mit separatem Eingang geben. Dort ist Platz für bis zu 500 Anhänger.

 Neue Strukturen sollen auch im Spieler-Kader geschaffen werden. Die zweite Mannschaft soll in die Verbandsliga aufsteigen. Das ist der Wunsch von Thorsten Gutzeit. Der 49-Jährige ist Trainer Nummer zehn beim TSV und kann laut Schild auch einen unbefristeten Vertrag unterschreiben. Dieses Privileg hatten seine neun Vorgänger nicht.

 Weihnachten 2009 hatte es noch ganz düster ausgesehen. Damals drohte der Absturz in die B-Klasse. Trainer war Ralf Eichhorn, der das Team in der Rückrunde noch auf Platz sieben geführt hatte. Aber er machte seinen Stuhl für Heiko Hansen frei. Mit dem Titel und der Rückkehr in die Kreisliga war der Bann gebrochen. Hansen wurde in der Kreisliga früh von Sönke Pries abgelöst, ehe Schild selbst das Zepter in der Winterpause übernahm. Er gab es an Sven Heinrichsen weiter, der wiederum seinen Platz für die Spielertrainer Patrik Borger/Duke William räumte. Inzwischen hatte der Klub die Verbandsliga Nord-Ost erreicht und war 2012 nach dem 2:1 über Concordia Schönkirchen zum ersten Mal Kieler Kreispokalsieger geworden. Der Titel wurde zweimal in Folge verteidigt.

 Auch im Spielerkader gab es immer wieder Veränderungen. „Wir haben nicht mehr als fünf bis sechs Neue pro Jahr geholt“, sagt Schild. Nur die richtige Truppe mache den Erfolg aus. Hinter den Kulissen waren die Weichen längst gestellt. Es folgten die Meisterschaft in der Verbandsliga 2013 und der Aufstieg in die SH-Liga. Schild selbst saß wieder auf der Trainerbank und verpflichtete Miki Mladenovic. Dieser war zuvor als Legende in Heikendorf verabschiedet worden, kam offenbar beim TSVS nicht richtig an und musste David Lehwald weichen. Der gebürtige Ratzeburger beendete die erste Spielzeit in der Fünften Liga auf Platz elf.

 Dann kam Gutzeit. „Wir hatten einen durchwachsenen Start“, erinnert er sich. Nach vier Spielen standen nur zwei Zähler auf dem Konto. Es folgte eine Wette mit Schild: Es ging darum, kein Spiel mehr bis zur Winterpause zu verlieren. „Wer mit Bodo wettet, verliert meistens“, sagt Gutzeit und lacht. Von Rang 17 aus folgten 26 Spiele ohne Niederlage. Kurz vor dem SH-Liga-Titelgewinn war das 2:3 gegen Eutin 08 ein kleiner Ausrutscher. 2:3 endete auch das Aufstiegsspiel in Hildesheim, aber nach dem 2:1 über den Bremer SV war Schilksee in die Vierte Liga aufgestiegen. „Es wäre schön, wenn wir uns hier einige Jahre aufhalten könnten“, sagt Schild – spricht es und träumt bereits vom nächsten TSV-Coup.

 Im Rahmen seines viertägigen Trainingslagers bestritt der Regionalligaaufsteiger zwei Testspiele. Gegen die Kreisligisten ASV Dersau (9:1) und TSV Flintbek (5:0) zeigte sich das TSVS-Team sehr torhungrig. Die Tore verteilten sich auf acht Spieler. Jeweils dreimal trafen Tom Wüllner (Hattrick gegen Flintbek) und Erdogan Cumur.

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