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Thorsten Gutzeit geht, Frank Drews übernimmt

TSV Schilksee Thorsten Gutzeit geht, Frank Drews übernimmt

Lange hat der TSV Schilksee an seinem einstigen Erfolgstrainer Thorsten Gutzeit festgehalten. Nach dem 0:5 gegen den ETSV Weiche kam die Trennung vom 49-Jährigen nicht mehr überraschend. Der bisherige Sportliche Leiter Frank Drews übernimmt interimsweise bis zum Jahresende.

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Frank Drews trainiert vorübergehend den TSV Schilksee.

Quelle: Jörg Lühn

Kiel. Es ist der sechste Trainerwechsel seit Saisonbeginn in der Fußball-Regionalliga.

„Das ist kein Weg, den wir gerne gehen, aber es ist eine Vernunftsentscheidung“, sagte Schilksee-Manager Bodo Schild. Dabei floss in das Urteil mit ein, dass Gutzeit sein Engagement an der Westseite der Förde im Sommer 2016 ohnehin beendet hätte. „Wir wollen jetzt einen sportlichen Neuanfang, weil die Ergebnisse alles andere als befriedigend waren“, sagte Schild. Der Euphorie des Aufstiegs folgte die Ernüchterung.

„Ganz klar, Schilksee hat die Spielklasse unterschätzt“, sagte Weiche-Manager Harald Uhr bereits vor der Partie. Nach der Niederlage gegen den Landesrivalen stehen aus neun Heimspielen neun Pleiten (6:33 Tore) in der Bilanz. Insgesamt wurden nur drei Punkte – aber kein Sieg – notiert. Von den bundesweit 91 Viertligisten liegt der TSV Schilksee auf Position 90. Nur um Saar 05 Saarbrücken (Südwest) ist es mit zwei Zählern noch schlechter bestellt. „Diejenigen, die eine solche Phase noch nie miterlebt haben, haben natürlich leicht reden“, sagte Kapitän Marco Rook.

Am Montagabend informierte der Vorstand die Mannschaft und das Trainerteam, zu dem neben Gutzeit noch Assistent Björn Sörensen und Torwart-Trainer Michael Nordheim zählten, über die Trennung. Der Ex-Trainer bedauerte in einer Abschiedsrede seine Demission, gab der Mannschaft aber die besten Wünsche für die verbleibenden 19 Spiele mit auf den Weg. „Die Mehrheit war geschockt, es ging vielen Spielern ziemlich nahe“, sagte Rook.

Nun hat Drews das Zepter in der Hand. Vor seinem Engagement in Schilksee war der 52-Jährige drei Jahre lang Trainer bei Holstein Kiel und verantwortlich für die Bundesliga-A-Junioren. Der Fan von Borussia Mönchengladbach hofft bei den Fördekickern auf einen ähnlichen Effekt wie der dortige Interimstrainer André Schubert, der die ersten sechs Bundesligaspiele gewann. Drews sagt: „Ich bin kein Fantast und kein Zauberer.“ Natürlich sei die Stimmung zurzeit nicht gerade euphorisch.

Dennoch werde er die Mannschaft anders ausrichten. „Wir werden uns dem Gegner nicht komplett unterwerfen, sondern versuchen, ein bisschen höher zu pressen.“ Ziel ist es zunächst, die fünf Punktspiele, davon vier auswärts, so gut wie möglich zu überstehen. Dazu gibt es eine neue Personalie. Aus der eigenen Zweiten wird Torben Hindersmann aufrücken. Der 25-Jährige spielte schon für den USC Paloma in der Oberliga Hamburg. Die Rückkehr von Sebastian Klimmek und Liridon Imeri ist dagegen kein Thema.

„Wir müssen jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisieren, schließlich haben wir die Spielklasse nicht im Lotto gewonnen, sondern in der SH-Liga unser Können gezeigt“, sagte Rook. Nach der Winterpause sehe die Welt ohnehin anders aus. Dann würden die Langzeitverletzten zurückkehren. Augenblicklich fehlen mit Hannes Schäfke, Felix Schlagelambers, Timo Nath, Kjell Gonda, Christian Sankowski und dem am Montag am Fuß operierten Robin Schubert sechs Akteure.

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