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VfR feuert Uwe Erkenbrecher

Thomas Müller neuer Coach VfR feuert Uwe Erkenbrecher

Trainerwechsel beim VfR Neumünster: Unerwartet hat der abstiegsgefährdete Tabellenvorletzte der Fußball-Regionalliga seinem Sportlichen Leiter Uwe Erkenbrecher (60) nach 385 Tagen den Stuhl vor die Tür gesetzt, neun Tage nach dem 1:1 gegen Hannover 96 II – dem zwölften Heimspiel ohne Sieg in Folge. Für die letzten sieben Saisonspiele übernimmt Thomas Möller (47) den Job bei den Veilchen.

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Liefen sich auf dem Trainingsgelände noch über den Weg: Ex-Trainer Uwe Erkenbrecher (li.) und Nachfolger Thomas Möller (re.). Mit dabei Vorsitzender Gerd Grümmer (m.).

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Der Tag im Zeitraffer:

10.26 Uhr: Erkenbrecher, dessen Vertrag am Saisonende ausgelaufen wäre, zeigt sich auf KN-Nachfrage ziemlich überrascht. „Mit mir hat niemand gesprochen, von offizieller Seite habe ich nichts erfahren.“

10.43 Uhr: Kontaktaufnahme der KN mit Thomas Möller. Er bestätigt die Übernahme und plane gegen 17.30 Uhr in Neumünster zu sein.

12.11 Uhr: Der stellvertretende Kapitän Ole Springer bedauert, dass Erkenbrecher noch nicht informiert worden ist, ergänzt jedoch: „Wir müssen erst hören, wie der Verein das begründet“, sagt der 23-Jährige.

13.39 Uhr: Liga-Manager Carsten Pukaß lädt zu einer Pressekonferenz des VfR ein.

14.29 Uhr: Erkenbrecher ist auf dem Weg nach Neumünster. Er wird um 15.30 Uhr zu einem Gespräch vom Vorsitzenden Gerd Grümmer erwartet.

16.44 Uhr: Erkenbrecher ist offiziell beurlaubt, räumt seine Trainerkabine aus.

17.18 Uhr: Grümmer stellt Möller auf der Pressekonferenz in erster Linie als Wunschtrainer für die neue Saison vor. „Wir waren uns schnell einig“, sagt der Klubchef. Der 54-Jährige spannt den Bogen zur Aktualität und sieht nach den Ergebnissen des Wochenendes Handlungsbedarf. Nach Möllers Bereitschaft zur Übernahme habe der Vorstand am Montagabend den Wechsel beschlossen. „Wir sind Uwe Erkenbrecher für alles, was er hier angeschoben hat, sehr sehr dankbar“, ergänzt Grümmer.

17.30 Uhr: Die Situation sei äußerst schwierig, „aber ich bin wohl für solche Situationen auserkoren“, sagt Möller, der zum zweiten Mal beim VfR anheuert. 2006 avancierte er zum Retter, als er mit dem VfR nach einem 1:0-Sieg gegen den FC St. Pauli II am letzten Spieltag den Verbleib in der Oberliga schafft. Er wollte eigentlich erst am 1. Juli zurückkehren, aber aus alter Verbundenheit springe er sofort ein. Er habe sich mit Co-Trainer Nikica Vrcic intensiv ausgetauscht. „Wir haben jetzt sieben Aufstiegsspiele, wichtig ist zunächst der Fokus auf das Heimspiel gegen FT Braunschweig.“

18.15 Uhr: Erkenbrecher und Möller begegnen sich auf dem Parkplatz und wechseln kollegial ein paar Worte.

18.17 Uhr: Möller wird von Grümmer der Mannschaft vorgestellt und richtet anschließend ein paar Worte an die Kicker. Die Übungseinheit leitet im Anschluss Co-Trainer Vrcic.

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