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Ungarn mit glücklichem 1:1 gegen Island

Fußball-EM Ungarn mit glücklichem 1:1 gegen Island

Ein Eigentor von Birkir Mar Saevarsson hat Ungarn in letzter Minute vor der ersten EM-Niederlage bewahrt und somit alle Möglichkeiten auf den Einzug ins Achtelfinale.

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Hatten allen Grund zum Jubeln (v. li.): Ungarns Adam Szalai, Nemanja Nikolic und Laszlo Kleinheisler.

Quelle: Guillaume Horcajuelo/dpa

Marseille. Die Mannschaft des deutschen Trainers Bernd Storck kam am zweiten Spieltag der Gruppe F zu einem 1:1 (0:1) gegen den EM-Neuling Island und führt die Tabelle vor dem zweiten Spiel am Abend zwischen Portugal und Österreich mit vier Punkten an. Vor 60.842 Zuschauern im Stade Vélodrome von Marseille erzielte zuvor Gylfi Sigurdsson mit einem Foulelfmeter in der 40. Minute die 1:0-Führung für die Nordeuropäer, der unglückliche Saeversson traf in der 88. Minute ins eigene Tor zum Ausgleich.

„Es war wichtig, dass wir nie die Ruhe verloren haben und immer weiter an uns geglaubt haben“, sagte Storck nach der Partie. „Heute wird erst mal gefeiert. Dann schauen wir auf das nächste Spiel gegen Portugal“, meinte Ungarns Coach.

Erneut Fangewalt in Marseille

Vor der Partie ist es erneut zu Fangewalt gekommen. Im Block der Ungarn setzte die Polizei gegen Randalierer Schlagstöcke ein. Von den Fans waren offenbar Böller gezündet worden. Anschließend rückten mit Schutzkleidung ausgerüstete Sicherheitskräfte in die Arena ein und postierten sich vor und auf der Tribüne.

Nach dem überraschenden 2:0-Auftaktsieg gegen Österreich hatte Storck seine Mannschaft für das Duell mit dem zweiten Überraschungsteam gleich auf drei Positionen verändert. Etwas überraschend saß Bundesliga-Profi Adam Szalai nur auf der Bank, obwohl der Stürmer im ersten Spiel überzeugt und getroffen hatte. Für Szalai begann Tamas Priskin als einzige Spitze, auch der Nürnberger Zoltan Stieber, der gegen Österreich nach seiner Einwechslung ebenfalls getroffen hatte, stand in der Anfangself. Rechtsverteidiger Attila Fiola fehlte verletzt.

Island hatte die besseren Chancen

Die Isländer, die bei ihrer EM-Premiere mit einem 1:1 gegen Portugal aufhorchen ließen, traten in unveränderter Formation an und hatten gegen die spielrisch starken Magyaren jede Menge Arbeit. Allerdings erspielten sich der EM-Neuling gegen den EM-Vierten von 1972 die besseren Möglichkeiten. In der 10. Minute vergab Jon Dadi Bödvarsson vom 1. FC Kaiserslautern eine Kopfballchance, in der 31. rettete Ungarns Keeper Gabor Kiraly gegen Johannn Berg Gudmundsson.

Chancenlos war der frühere Hertha-Keeper beim verwandelten Strafstoß von Gylfi Sigurdsson. Fragwürdig war zuvor die Entscheidung von Schiedsrichter Sergej Karasew, der eine Aktion von Tamas Kadar gegen Aron Gunnarson als Foulspiel bewertete und den Isländern somit einen Elfmeter zusprach.

Die Mannschaft des Trainer-Duos Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrimsson hatte auch in der Folgezeit gute Tormöglichkeiten. Kolbeinn Sigthorsson scheiterte mit einem Kopfball knapp (60.). In der Schlussphase zogen die Ungarn die Zügel noch einmal an und kamen durch Mannschaftskapitän Balázs Dzsudzsák zu zwei Gelegenheiten (66./76.), doch Islands Torhüter Hannes Thor Halldorsson war jeweils auf dem Posten. Erst ein Eigentor von Saevarsson, der einen Pass von Nemanja Nikolics kurz vor Schluss über die eigene Torlinie schob, ermöglichte den Magyaren den Ausgleich.

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Vor dem EM-Spiel zwischen Ungarn und Island ist es in Marseille erneut zu Fangewalt gekommen. Im Block der Ungarn setzte die Polizei gegen Randalierer Schlagstöcke ein.

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