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Es ist gleich neun

EM wie Michael Es ist gleich neun

Der Hinweis ist sehr freundlich und sehr verständnisvoll, allerdings auch leidgeprüft: "Es ist gleich neun", sagt sie und wundert sich, dass ich noch so entspannt am Grill stehe. "Ja, und?" frage ich und kläre auf: "Heute ist spielfrei." Fußballfrei.

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An spielfreien EM-Tagen ist wieder Zeit für die Familie, meint Sportchef Michael Kluth.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Diese beiden Tage, Dienstag und Mittwoch, sind für den EM-Konsumenten und alle, die den Konsum miterleben (müssen), eine Zäsur. Zwei Tage spielfrei und danach nur noch ein Spiel pro Tag, Donnerstag bis Sonntag sowie Mittwoch und Donnerstag und am darauffolgenden Sonntag immer um 21 Uhr. Die letzten sieben von insgesamt 51 Spielen, die in den zurückliegenden zweieinhalb Wochen das Arbeits-, Privat- und Familienleben strukturiert, um nicht zu sagen: diktiert haben. Jetzt kehren wieder Ruhe, Regel und Rücksicht in den Tagesverlauf zurück, die sieben Spiele um neun sind ja ein Klacks im Vergleich zu den zwei bis drei Spielen pro Tag zuvor.

Jetzt ist wieder Zeit für Familie und Freundschaften, für Grillen und Genuss. Und der richtige Zeitpunkt, den Verständnisvollen, den Fußballtoleranten zu sagen: Danke für Eure Geduld. Wir haben die längste EM mit den meisten Spielen aller Zeiten geguckt, und nicht immer war es das wert. Jetzt allerdings geht es noch siebenmal zur Sache, vier Viertel-, zwei Halbfinals und ein Endspiel. Verlängerung und Elfmeterschießen in jedem Spiel möglich. Deshalb schon mal der freundliche Hinweis: Schatz, es kann spät werden.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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