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Jetzt werden wir Sieger sehen

EM wie Michael Jetzt werden wir Sieger sehen

Jetzt geht’s los. Jetzt wird’s spannend. Jetzt beginnt die EM neu. K.o.-Runde! Jedes der verbleibenden 15 Spiele dieser Europameisterschaft wird einen Sieger sehen, und sei es nach nächtlichem Elfmeterschießen.

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Jetzt geht die EM erst richtig los, findet KN-Sportchef Michael Kluth.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Das Fazit nach den 36 Gruppenspielen der Vorrunde:

  • Die Ausdehnung auf 24 Teilnehmer hat den sportlichen Wert des Turniers nicht gerade erhöht, aber sie hat es bunter gemacht. Vier von fünf EM-Neulingen haben sich für die K.o.-Runde qualifiziert, wer hätte das von Wales, Island, Nordirland und der Slowakei vorher gedacht?
  • Höher gehandelte Nationalmannschaften wie Russland, Tschechien, Schweden und Österreich sind dagegen sang- und klanglos ausgeschieden. Russland, in zwei Jahren WM-Gastgeber, ist wohl die größte Enttäuschung dieser EM.
  • Rule Britannia: Am Tag der Brexit-Abstimmung stehen alle vier britischen Mannschaften in der Hauptrunde der EURO 2016. Lasst es ein Omen sein.
  • Einen Top-Favoriten hat die Vorrunde nicht hervorgebracht. Kein Gruppensieger hat alle drei Spiele gewonnen. Keiner der vermeintlich ganz Großen hat restlos überzeugt. Beachtlicher erschien bislang die gehobene Mittelklasse mit Kroatien, Polen, Belgien und die untere Mittelklasse mit Ungarn und der Schweiz. Folgerichtig finden sich die Topnationen Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich und England alle auf einer Seite des Turnierbaums wieder und treffen schon vor dem Finale aufeinander; Italien und Spanien sogar schon im Achtelfinale. Wer deshalb den Turniermodus „absurd“ findet wie die italienische „Gazzetta dello Sport“, der hat in der Vorrunde nicht richtig hingesehen. Die Tabelle lügt nicht (Otto Rehhagel). Wenn ich nach Durchsicht der Vorrunde meinen vorläufigen EM-Favoriten nennen sollte, dann wäre es Kroatien.

Aber die Erfahrung lehrt: Die Großen kommen noch. Ihre Turnierroutine, ihre Nervenstärke werden sich in der K.o.-Runde durchsetzen. Das spricht zuvörderst für Deutschland, Italien und Spanien – von denen allerdings nur einer überhaupt das Halbfinale erreichen kann. Ja, jetzt wird’s spannend.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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