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Reden wir über Claudia Neumann

EM wie Michael Reden wir über Claudia Neumann

Zwei Spiele, eine Revolution. Bei dieser Europameisterschaft hat erstmals eine Frau zwei Spiele live kommentiert. Wer jetzt „Na und?“ ruft, hat Recht – und sieht doch über die Wirklichkeit hinweg.

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Claudia Neumann? In der Qualität ihrer Arbeit gibt es noch Luft nach oben, meint Sportchef Michael Kluth.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die Wirklichkeit sieht so aus: Die ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann muss üble Schmähungen und Pöbeleien hinnehmen, allein weil sie eine Frau ist. Es ist in der deutschen Lebenswirklichkeit noch nicht vollständig angekommen, dass Frauen selbstverständlich alles machen, was Männer auch machen. Zum Beispiel Fußballspiele kommentieren. Über Machos und Chauvinisten, die sich ein Fußballspiel nicht von einer Frau erklären lassen wollen, müssen wir hier nicht lange reden. Denen ist nicht zu helfen.

Reden wir lieber über Claudia Neumann. Sie hat das nicht sehr gut gemacht. Sie hat bei beiden Spielen in zum Teil furchtbaren Floskeln geredet und ist in der fachlichen Beurteilung nicht immer sicher gewesen. Das hat nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist, selbstverständlich nicht. Sondern damit, dass es in der Qualität ihrer Arbeit noch Luft nach oben gibt. Wie bei manchen ihrer Kollegen. Steffen Simon zum Beispiel. Dann doch lieber Claudia Neumann.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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