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Straftraining vom Elfmeterpunkt

EM wie Michael Straftraining vom Elfmeterpunkt

Das isländische Märchen ist vorbei, das Auftreten der Wikinger - Mannschaft wie Fans - wird eine der angenehmsten Erinnerungen an die Europameisterschaft bleiben. Viel mehr gibt es darüber nicht zu sagen.

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Das mit dem Elfmeterschießen, das geht so nicht, meint Sportchef Michael Kluth.

Quelle: Ulf Dahl

Lassen Sie uns lieber noch mal über das bisher spektakulärste Spiel der EM reden: das Viertelfinale der deutschen Mannschaft gegen die italienische.

Ein Elfmeterschießen steht nicht außerhalb der sportlichen Kritik, und dieses war kritikwürdig. Es war das schlechteste Elfmeterschießen der deutschen Länderspielgeschichte.

Drei der ersten fünf deutschen Schützen haben ihre Elfmeter nicht im Tor untergebracht. Es waren mit Müller, Özil und Schweinsteiger die drei vermeintlich sichersten Schützen und drei Führungsspieler. Bei aller Freude über das Erreichen des Halbfinals: Leute, das geht gar nicht.

Die Erwartung an diese erfahrenen Führungsfiguren des Weltfußballs muss es sein, dass sie die Nervenstärke und die Konzentration aufbringen, den Ball final zu versenken. Es war das Glück der Deutschen, dass die Italiener bei den ersten fünf Elfern genauso schlecht waren. Geht übrigens auch nicht.

Der Bundestrainer wäre gut beraten, jetzt nicht den Mantel der Güte über die Fehlleistung seiner Führungskräfte zu breiten, sondern sie intern klar anzusprechen. Straftraining vom Elfmeterpunkt ist angezeigt. Reißt Euch zusammen, Männer, das nächste Elfmeterschießen kommt bestimmt. Wenn nicht in diesem, dann im nächsten Turnier.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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