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Das Schmink-Spiel

EM wie Michael Das Schmink-Spiel

Wenn mir die erste Halbzeit des deutschen Spiels gegen Polen schon langweilig wird, wie soll es dann erst einem kleinen Mädchen gehen? Wir haben uns dann mit Schminken beschäftigt. Ich fand es unschädlich, dazu bisweilen die Augen schließen zu müssen. Hab nix verpasst.

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Schminken war die Ablenkung der Wahl beim ereignisarmen Kick zwischen Deutschland und Polen.

Quelle: hfr

Kiel. Die Kleine hat so doch Spaß am Spiel gefunden, am schwarz-rot-goldenen Schminkspiel. Das Ergebnis ihrer Kunst (Foto) fand sie dann ein bisschen gruselig, aber das liegt sicher an meinem Gesicht. In der Halbzeitpause ist sie freiwillig zu Bett. Ich musste aufbleiben und kam so noch in den Genuss zweier Aufschlüsse dieses genussarmen 0:0.

Es gab in der zweiten Halbzeit wirklich ansehnliche Abwehraktionen von Boateng und Hummels, lehrbuchmäßige Tacklings in Bedrängnis, zur Ansicht jugendlicher Abwehrspieler empfohlen. Aufschluss 1: Boateng/Hummels sind die Innenverteidigung unseres Vertrauens.

Nach gut einer Stunde forderten die deutschen Fans im Sprechchor deutlich hörbar die Einwechslung von Mario Gomez. Mario Gomez! Im Sprechchor! Derselbe Stürmer, der sich in der Nationalmannschaft durch das Auslassen klarster Torchancen über Jahre nachhaltig unbeliebt gemacht hat und von dem der ARD-Experte Mehmet Scholl mal gesagt hat, er habe sich im Strafraum "wundgelegen". Aufschluss 2: Wir müssen uns Sorgen machen.

Gomez ist dann tatsächlich noch gekommen. Gesehen hab ich ihn nicht. Vielleicht hatte ich aber auch die Augen zu.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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