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Holstein Kiel hat Lust auf das Spektakel

Lotto Masters Holstein Kiel hat Lust auf das Spektakel

Am Sonnabendabend steht für Holstein Kiel der Spaß im Vordergrund. Beim Lotto Masters, der inoffiziellen Hallenlandesmeisterschaft, vor der inspirierenden Kulisse von 8659 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena treten die Schützlinge von Karsten Neitzel gegen sieben andere Teams an.

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Tempo, Tricks und tolle Torraumszenen: Wie hier Fabian Arndt (2. von links) im Vorjahr gegen den VfB Lübeck wollen die Kieler Störche am Sonnabend beim heimischen Budenzauber für Furore sorgen. Es winkt Lotto-Masters-Titel Nummer sieben.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. „Der Termin passt nicht so ganz optimal in unsere Vorbereitung. Aber wir gehen mit großer Freude an die Sache heran und wollen natürlich den Titel gewinnen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir gehen ins Turnier oder wir lassen es nach. Und wenn wir teilnehmen, dann geht das nicht mit 80 Prozent“, sagt Neitzel zu den Ambitionen des Lokalmatadoren, der tags darauf um 11.45 Uhr ins einwöchige Trainingslager in die Türkei aufbricht. Anfang Dezember habe er, so Neitzel, den Spielern eine Liste an die Hand gegeben, in die sich diejenigen eintragen sollten, die Lust auf den Kieler Budenzauber verspüren. „In den beiden vergangenen Jahren hatte es etwas gedauert, bis wir zehn Feldspieler und zwei Torhüter beisammen hatten. Diesmal sind keine zwei Minuten vergangen, da war der Kader komplett.“ Wer aus dem 13-köpfigen Aufgebot noch gestrichen wird, hängt vom Zeitpunkt der Rückkehr des Kapitäns Maik Kegel nach einem Trauerfall in der Familie ab.

 Techniker wie Fabian Schnellhardt oder Steven Lewerenz scheinen prädestiniert für das Hallenspektakel. Der isländische Wintereinkauf Eidur Sigurbjörnsson gehört ebenso zu den Nominierten wie der interne Top-Torjäger Rafael Czichos. „Da ich in den letzten drei Jahren in Erfurt immer in der Halle vertreten war, und das sogar relativ erfolgreich, war es für mich gar keine Frage, dass ich bei den Masters mitspielen möchte. Ich bin zwar nicht der geborene Hallenspieler und froh, wenn ich unverletzt vom Platz komme“, flachst der 1,88 Meter große Holstein-Verteidiger Czichos und schiebt im Ernst nach: „Ich freue mich riesig auf die besondere Atmosphäre in der Arena.“

 Stichwort Verletzungsgefahr. „Wenn du dich beim Hallenfußball nicht verletzt, ist das auch ein Zeichen von Qualität“, sagt Neitzel zu dem oft diskutierten Thema. Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport bei den Störchen, pflichtet dem Coach bei: „Ich habe zwei Jahre für den SV Wehen Wiesbaden und sechs für den FSV Frankfurt gearbeitet. In dieser Zeit ist nur einmal etwas in der Halle passiert.“ Auch in Frankfurt habe es jedes Jahr einen Vergleich der besten hessischen Teams gegeben. „Da waren aber nur gut 5000 Zuschauer dabei – mehr passten nicht in die Halle.“

 Mag die pure Lust auf Tempo, Tricks und tolle Tore bei dem in dieser Art bundesweit einmaligen Event noch so groß sein, ohne angemessenen Appell an die Professionalität schickt Neitzel die KSV-Spezialisten dann doch nicht auf den Kunstrasen. „Gerade in der Halle muss man in vielen Situationen handlungsschnell die richtige Lösung finden. Da kann sich ein Spieler im Kopf-Ranking der Trainer schon ein paar Millimeter nach oben arbeiten“, lautet das Credo des 48-Jährigen.

 Das gelang dem Masters-Rekordsieger im Vorjahr nur bis zum Halbfinale. Dort unterlagen die hoch favorisierten Störche dem späteren Sensationssieger TuS Hartenholm mit 1:2. Am Sonnabend haben die Kieler Titel Nummer sieben im Visier.

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