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Schwierige Pars, leichte Bogeys

Golfplatz-Designer Krause Schwierige Pars, leichte Bogeys

Golfplatz-Designer David Krause hat schon mehr als 30 Golfplätze entworfen. Im Interview stellt er sein Motto vor.

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Abwechslungsreich und anerkannt

David Krause, 55, ist einer der renommiertesten Golfplatz-Architekten. Der Kanadier hat rund 30 Plätze entworfen, darunter auch Apeldör.

Quelle: Gerhard Müller

Apeldör.  Herr Krause, wie muss man sich die Anfänge in Apeldör vorstellen?

Hier war Ackerland, sonst nichts. Ich habe mir die Fläche angeschaut, die Biotope, die Bodenbeschaffenheit und ob es Wasser gibt. Danach entstanden drei Pläne für den Golfplatz, die ich mit meinen Auftraggebern diskutiert habe.

Auf was legten Sie Wert?

Ich habe von Robert Trent Jones sen. gelernt, wie man einen Platz bauen sollte: schwierige Pars, leichte Bogeys. Ein Platz sollte fair sein, aber zugleich eine Herausforderung darstellen.

Nach 20 Jahren: Noch zufrieden mit Apeldör?

Ich würde nur ein paar Kleinigkeiten ändern, das ist wie bei einem Haus, da macht man das ja auch. Sehr schön finde ich den Ausblick von der Club-Terrasse auf die 10 und die 18 und den Teich dazwischen. Mir war sehr wichtig, dass die Leute am Clubhaus etwas zu sehen bekommen.

Sie haben fünf Jahre in Valderrama gearbeitet, und Sie haben den Winston Links bei Schwerin gebaut, einen deutschen Top-Platz. Das ist gut fürs Renommee, oder?

 Das schon, aber es beschert nicht unbedingt Aufträge. In Deutschland entstanden vergangenes Jahr nur zwei neue Plätze.

  Der Dünen-Kurs Winston Links polarisiert, auch, weil er wie ein Fremdkörper in der mecklenburgischen Landschaft wirkt. Können Sie das nachvollziehen?

 Durchaus, Winston Links war ein großes Experiment. Ein gelungenes Experiment, muss ich dazu sagen. Ich finde, dass er gemeinsam mit dem Winston Open zu einer tollen Anlage geworden ist.

 Sie haben auch den Umbau in Altenhof durchgeführt.

 Ja, das ist wie immer bei mir im Konsens mit dem Club geschehen. Ich habe einen Masterplan erstellt, habe meine Ideen in Fotomontagen umgesetzt, und dann wurde dieser Prozess mit dem Club abgestimmt.

 Ist das üblich?

 Es gibt Kollegen in den USA, die lassen eher nicht mit sich reden und wollen ihre Ideen durchsetzen. Ich bevorzuge eine harmonische und konstruktive Zusammenarbeit. Schließlich soll ein Club ja viele Jahre zufrieden sein mit dem Ergebnis.

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