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Wird Kiel 2019 wieder WM-Schauplatz?

Handball Wird Kiel 2019 wieder WM-Schauplatz?

1961, 1982, 2007, 2019 – Kiel könnte zum vierten Mal Schauplatz für eine Handball-WM werden. Noch bis zum 15. November läuft das Bewerbungsverfahren, in dem der Deutsche Handballbund drei oder vier Standorte mit Arenen sucht, die mindestens 9000 Zuschauern Platz bieten.

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2019 könnte Kiel Schauplatz für die 26. Handball-Weltmeisterschaft werden, die von Deutschland in Kooperation mit Dänemark ausgetragen wird.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel/Dortmund. Auch die Verantwortlichen der Kieler Sparkassen-Arena, bei den Matches des Handball-Rekordmeisters THW Kiel regelmäßig mit 10285 Zuschauern ausverkauft, wollen ihren Hut in den Ring werfen und dürfen sich für die von Deutschland und Dänemark gemeinsam ausgerichteten 26. Titelkämpfe 2019 berechtigte Hoffnungen machen.

Ein Vorrundenspiel 1961, zwei Begegnungen 1982, sechs Vorrundenspiele der Gruppe E im Jahr 2007, als Deutschland Weltmeister wurde – zündet Kiel jetzt die nächste Stufe? Gesucht werden vom DHB Standorte für 38 der insgesamt 88 WM-Partien. Zunächst zwei Standorte für jeweils eine der vier Sechser-Vorrundengruppen (inklusive Eröffnungsspiel in Berlin) mit je 15 Partien; darüber hinaus werden vier Achtelfinal-, zwei Viertelfinal- und zwei Halbfinalspiele in Deutschland ausgetragen, während das Finale in Kopenhagen angepfiffen wird.

Bisher hat der DHB offen gelassen, ob die acht Endrundenspiele bis zum Halbfinale an einem oder zwei Standorten ausgetragen werden sollen. Fest steht jedoch: Der Kreis der möglichen Spielhallen ist aufgrund der Größenbedingung überschaubar. „Wir sind sicher, dass wir mit und ohne Beteiligung der deutschen Mannschaft die Hallen voll bekommen“, sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober im Gespräch mit den Kieler Nachrichten und begründete so die Entscheidung, nur Arenen mit einer Kapazität von mindestens 9000 Zuschauern zuzulassen. Damit scheidet beispielsweise die Flensburger Flens-Arena (6300 Zuschauer) aus, so dass an Kiel oder Hamburg im Norden kaum ein Weg an der Schnittstelle zum nördlichen Nachbarland vorbeiführt.

Von den Bundesliga-Heimspielstätten kommen somit neben Kiel nur die Berliner Max-Schmeling-Halle (10000) sowie die Mannheimer SAP-Arena (14500) infrage. Mannheim hat sich bereits offiziell beim DHB beworben. 13 Arenen hat der DHB angeschrieben, neben den angestammten Handball-Hallen haben die Kölner Lanxess-Arena (20000) als historischer Ort des WM-Triumphes 2007 und Austragungsort des Final Four in der Champions League sowie die Hamburger Barclaycard-Arena (13200), in der traditionell das Final Four um den DHB-Pokal die Zuschauer elektrisiert, gute Chancen auf den Zuschlag.

Hinzu kommen Standorte wie die Dortmunder Westfalenhalle (12000) oder sogar die Veltins-Arena auf Schalke (30925). „Wir ziehen natürlich neben wirtschaftlichen besonders auch technische und infrastrukturelle Kriterien ins Kalkül“, sagte Schober. „Die Teams müssen zwischen den Spielorten, zwischen Deutschland und Dänemark reisen.“ Vorteil Kiel? Im laufenden Ausschreibungsverfahren wolle sich Schober nicht zu einzelnen Standorten äußern, sagte der DHB-Generalsekretär, gab allerdings einen Einblick in die Entscheidungsfindung: „Es geht auch um Infrastruktur, Hotelkapazitäten an den Spielorten.“

 Stefan Wolf und Jürgen David, Geschäftsführer der Kieler Sparkassen-Arena, werden in der kommenden Woche gleich zwei Bewerbungen an den DHB schicken – eine für die Vorrunde, eine für das Endrunden-Paket. „Eine WM in Kiel wäre nach 2007 natürlich wieder ein Highlight, umso mehr mit deutscher Beteiligung“, sagte Wolf. Die Termine für Vor- (sechs bis acht Spieltage) sowie Endrunde (vier Spieltage) seien geblockt, Hotelkapazitäten im Januar ohnehin optimal. Und auch wenn Wolf sich der direkten Konkurrenz zwischen Kiel und Hamburg bewusst sei, sagt er doch selbstbewusst: „Wir stehen den größeren Arenen in Deutschland in nichts nach.“

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