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THW Kiel ist vor Orlen Wisla Plock gewarnt

Champions League THW Kiel ist vor Orlen Wisla Plock gewarnt

840 Kilometer Anreise für einen unangenehmen Gegner im Hexenkessel: Der THW Kiel muss am Mittwochabend (18.30 Uhr) in der Handball-Champions-League beim polnischen Vizemeister Orlen Wisla Plock ran.

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Gegen Telekom Veszprem um den Ex-Kieler Momir Ilic (li.) erkämpften sich der sprunggewaltige Neuzugang Gilberto Duarte und Orlen Wisla Plock einen Punkt.

Quelle: imago

Kiel. Und auch wenn das Bundesliga-Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt schon schwache Schatten voraus wirft, heißt es für die Zebras: Volle Konzentration für zwei Königsklassen-Punkte.

 „Das erste Heimspiel gegen Flensburg wird sicher ein Highlight der Saison“, sagt auch THW-Trainer Alfred Gislason. „Aber erst einmal wollen wir uns auf Plock konzentrieren und dort gewinnen.“ Dass der sechsmalige polnische Meister keine Laufkundschaft ist, zeigte in der vergangenen Saison vor allem das Spiel in der Kieler Sparkassen-Arena, als der THW erst in der Schlussphase den knappen 26:24-Erfolg unter Dach und Fach bringen konnte. Und dann auch noch das: „Plock spielt besser als im vergangenen Jahr“, sagt Gislason. „Przybecki macht dort einen guten Job.“

 Der Name des neuen Orlen-Coaches ist in Kiel nicht unbekannt: Piotr Przybecki, von 2001 bis 2004 ein Zebra, mit dem THW deutscher Meister und zwei Mal EHF-Cup-Sieger, ist seit Sommer Trainer in Plock. Und arbeitet an der vom Klub gesteckten Zielsetzung: „Mit dem neuen Trainer wollen wir eine Mannschaft aufbauen, die in spätestens drei Jahren in der Lage ist, Meister zu werden und das Viertelfinale der Königsklasse zu erreichen“, hatte der Vorstandsvorsitzende Artur Zielinski vor der Saison erklärt. Neben Przybecki an der Seitenlinie verpflichtete Plock dafür auch fünf talentierte, junge Handballer: Aus Magdeburg wechselten Tomasz (21) und Maciej Gebala (22) an die Weichsel, aus Zagreb kam Lovro Mihic (21), aus Nantes Sime Ivic (23) und vom FC Porto der erfahrenste mit Gilberto Duarte (26). Erste Erfolge hat die nun breiter aufgestellte Truppe schon erzielt: In der Champions League ärgerten die „Oilers“ die Favoriten zum Teil heftig, fuhren beim 30:33 in Paris oder dem 20:22 in Flensburg aber keine Punkte ein. In der heimischen Orlen-Arena aber knöpfte Plock den Ungarn von Telekom Veszprem einen Punkt ab.

Orlen Wisla Plock - THW Kiel

THW-Liveticker

Verfolgen Sie das Spiel gegen Orlen Wisla Plock bei uns im THW-Kiel-Liveticker. Anwurf ist um 18.30 Uhr.

 Kann Plock diese Leistung oder die aus dem Spiel in Kiel in der vergangenen Saison wiederholen? „Der THW ist ein verdammt starkes Team“, sagt Orlen-Coach Przybecki. „Wir müssen eine Menge Dinge richtig machen, um eine Überraschung schaffen zu können.“ Man könne nur so spielen, wie es der Gegner zulasse, „und der THW ist in dieser Saison noch stärker als in der vergangenen“, so Przybecki. „Nikola Bilyk und Lukas Nilsson sind große Talente, und das Torhüter-Duo ist wahrscheinlich das beste der Welt.“ Przybecki will dem vor allem mit einer stabilen Defensive entgegenwirken. „Unsere typische 6:0-Formation wird auf jeden Gegner maßgeschneidert. Zudem agieren wir jetzt auch mit offensiveren Defensiv-Systemen“, erklärt der 44-Jährige.

 Und der THW hat Respekt vor dem Team, zu dem durch den Kieler Hauptsponsor – die Star-Tankstellen werden vom polnischen Öl-Unternehmen Orlen betrieben – eine besondere Verbindung besteht. „Unentschieden gegen Veszprem, stark in Flensburg: Plock ist ein unangenehmer Gegner“, sagt Kiels Linkshänder Steffen Weinhold. „Aber wir wollen in der Champions League weiter unsere Punkte sammeln.“ Dafür heißt es: kühlen Kopf bewahren. „In der Orlen-Arena ist es laut und hitzig. Wir müssen uns dort auf unser Spiel konzentrieren und dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“, erklärt THW-Kreisläufer René Toft Hansen. Knapp 5500 Fans werden versuchen, genau das zu verhindern.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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