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Telekom Veszprem schlägt den THW Kiel

Champions League Telekom Veszprem schlägt den THW Kiel

Die Handballer des THW Kiel haben die zweite Niederlage in der Vorrunde der Champions League kassiert. Im Duell der Rekordmeister unterlagen die Zebras dem ungarischen Titelträger Telekom Veszprem mit 19:21 (10:13).

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Im Hexenkessel von Veszprem kämpfte der THW Kiel gegen einen starken Gegner.

Quelle: Boglarka Bodnar/dpa

Veszprem. Am Ende sangen die ungarischen Fans „Auf Wiedersehen!“ Am vierten Spieltag der Gruppenphase der Handball-Champions-League hat der deutsche Rekordmeister THW Kiel gegen den ungarischen Abonnement-Meister Telekom Veszprem mit 19:21 (10:13) den Kürzeren gezogen, die Magyaren in ihrem Hexenkessel Veszprem Arena in einer fulminanten Abwehrschlacht bei nur 21 Toren gehalten und am Ende besonders im Angriff jedoch keine Glanzleistung abgeliefert. „Wenn man in Veszprem vor dieser Kulisse gewinnen will, muss man perfekt spielen. Das haben wir heute nicht getan“, resümierte THW-Trainer Alfred Gislason und haderte zugleich mit dem tschechischen Schiedsrichtergespann: „Die Ungarn hätten gut und gerne doppelt so viele Zeitstrafen bekommen müssen“, so der Isländer.

Nach einem 1:4-Fehlstart (12.) fanden die Zebras nur langsam Tempo und Rhythmus, kämpften sich zwischenzeitlich auf 9:10 heran (25.). Gislason vertraute wieder seinen „Young Guns“, brachte Nikola Bilyk zunächst auf Halblinks, später auch in der Rückraum-Mitte. Auch Lukas Nilsson wurde immer wieder in ein Geschehen geworfen, das in Innenblock-Regionen nicht selten den Status „Prügelei“ verdient hatte. Im Tor zeigte Niklas Landin mit 14 Paraden eine gute Leistung, Marko Vujin – an diesem Tag auch nach einem Fehlversuch ein kaltschnäuziger Siebenmeter-Schütze – gelang beim 15:15 zum ersten Mal der Ausgleich (42.). Es sollte der erste und einzige bleiben.

Hier sehen Sie Bilder vom Handball-Spiel Telekom Veszprem - THW Kiel.

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In der zweiten Halbzeit leisteten sich die Kieler zu viele leichte Fehler. Ein Bodenpass von Christian Zeitz direkt nach seiner erneuten Einwechslung (48.) landete auf dem Fuß eines Gegners, nach einem wunderbaren Steal des Ex-Veszprem-Spielers erreichte ein Pass auf Patrick Wiencek nicht sein Ziel (56.), und immer wieder erwies sich auch der gute Roland Mikler zwischen den Pfosten des Gastgebers als Spielverderber für die Kieler Angriffsbemühungen. So keimte bei Niclas Ekbergs 19:20-Anschlusstreffer (58.) noch einmal Hoffnung, die das ehemalige Zebra Momir Ilic mit dem 21:19-Endstand (59.) endgültig zerstörte.

„Wenn du das ganze Spiel über so viel verwirfst, darfst du dich über die Schiedsrichter nicht beschweren“, sagte Kiels Kreisläufer und Abwehr-Größe René Toft Hansen nach 60 zum Teil atemlosen Minuten auf hohem Defensiv-Niveau und zeigte sich als fairer Verlierer. Veszprem-Coach Javier Sabaté sah „das nötige Glück“ auf Seiten seiner Mannschaft. Aber: „In Kiel entsteht ein fantastisches Team für die nächsten fünf, sechs Jahre.“

Nach fünf Auswärtsspielen in Folge empfängt der THW am Mittwoch (19 Uhr, Sparkassen-Arena) die TSV Hannover-Burgdorf. Am Sonnabend (17.30 Uhr) geben die Kadetten Schaffhausen in der Champions League ihre Visitenkarte in Kiel ab.

Tabelle Gruppe A

Champions League: Gruppe A

In der Gruppe A liegt Kiel mit vier Punkten hinter den Spitzenteams FC Barcelona (8), Veszprem (6) und Paris Saint-Germain (4). Am Sonntag (18.30 Uhr) kann Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt mit einem Punktgewinn in Paris an Kiel vorbeiziehen.

Statistik: Telekom Veszprem - THW Kiel 21:19 (13:10)

Telekom Veszprem: Mikler (1.-60. Minute/13 Paraden), Alilovic (37.-38. und bei drei 7m/1) – Gulyas, Ivancsik n.e., Schuch, Ilic 4/1, Palmarsson 2, Gajic, Nilsson 2, Ugalde 1, Marguc 5/1, Rodriguez, Ancsin 5, Terzic, Blagotinsek, Sulic 2.

THW Kiel: Landin (1.-60. Minute/14 Paraden), Wolff n.e. – Duvnjak 2, Toft Hansen, Lackovic n.e., Sprenger 1, Weinhold 1, Wiencek 1, Ekberg 1, Zeitz 1, Dahmke 1, Brozovic, Vujin 7/6, Bilyk 2, Nilsson 2, Santos.

Schiedsrichter: Horacek/Novotny (Tschechien) – Strafminuten: Veszprem 12 (Marguc, 2x Terzic, 2x Schuch, Sulic), THW 10 (2x Weinhold, Toft Hansen, Zeitz, Wiencek) –  Siebenmeter: Veszprem 3/2 (Landin pariert Ilic), THW 7/6 (Vujin scheitert an Alilovic) – Spielfilm: 3:0, 5:2 (13.), 7:4, 10:5 (19.), 10:9 (25.), 12:9, 13:10 – 13:12, 15:15 (42.), 18:15, 19:16 (48.), 19:18 (54.), 20:18, 20:19, 21:19 – Zuschauer: 5080 in der ausverkauften Veszprem Arena.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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