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Hamburger Farbenspiele beim DHB-Pokal

Final Four Hamburger Farbenspiele beim DHB-Pokal

Das Final Four in Hamburg ist etwas ganz Besonderes. Natürlich weil es hier um den DHB-Pokal geht und Deutschlands beste Handballteams in den K.o.-Spielen alles geben. Aber neben der Spannung bietet das Wochenende auch ganz besondere Stimmung. Die farbenfrohen Fans geben an zwei Tagen alles.

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Grüne Wikinger in Hamburg: Die Fans des SC DHfK Leipzig unterstützen ihr Team beim DHB-Pokal-Final-Four unter anderem mit dem "Viking Clap", den Islands Fußballfans bei der EM 2016 bekannt machten.

Quelle: Sascha Klahn

Hamburg. Jeweils 13200 Handballfans füllen die Hamburger Barclaycard Arena an den beiden Wettkampftagen, die frei verfügbaren Tickets für das Final Four waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Jeweils etwa 1200 Tickets bekommen die vier teilnehmenden Vereine für ihre Fan-Kontingente. Diese offiziellen Fanblocks liegen in den vier Ecken der Arena, Unter- und Oberrang. Welcher Klub welche Ecke einnehmen darf, wird im Vorwege gelost.

Bei voller Halle ergibt sich so ein fantastisches Bild: Die Fans der Rhein-Neckar Löwen färben eine Ecke knallgelb, am anderen Ende der Kurve leuchtet der Leipziger Block in sattem Grün. Weiter im Uhrzeigersinn fiebert eine komplett rote Ecke aus Flensburger Fans mit der SG, und ihnen direkt gegenüber befindet sich die weiße Wand aus den mitgereisten Fans des THW Kiel.

Flensburger Fans besonders laut

Besonders laut erschienen am Sonnabend die Flensburger Anhänger - allerdings hatten die auch ein bisschen geschummelt: Viele SG-Fans konnte man nämlich auch rund um den Leipziger Block entdecken, auf den "neutralen" Plätzen sowieso.

Die Leipziger ließen sich davon im Spiel gegen den THW Kiel wohl aber nur noch mehr anheizen, schließlich feuerte man für dasselbe Team an. Und dabei gaben die Grünen richtig Gas und zeigten auf beeindruckende Art und Weise, dass der "Viking Clap" der isländischen Fußballfans auch in deutschen Handballhallen gut kommt. Huh!

Fans der Rhein-Neckar Löwen besonders kreativ

Die leuchtend gelben Löwen-Fans wiederum bestachen durch Kreativität, Durchhaltevermögen und Selbstironie. Zum zehnten Mal waren die Rhein-Neckar Löwen beim Final Four dabei, auch dieses Mal wurde es mit dem Pokalsieg nichts. Zum fünften Mal verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen Flensburg, der Löwen-Fluch hielt an.

Doch die badischen Schlachtenbummler haben ihren Humor und ihre gute Laune nicht verloren: Auf den Fan-T-Shirts prangte auf der Vorderseite groß der Satz "Make Hamburg great again", darunter ein Logo "Not giving up since 2006" ("Wir geben nicht auf seit 2006"). Auf der Rückseite ein langer Text im Stile der "America first - xy second"-Kampagne. "We have big hands, the biggest hands, to grab the ball" oder "we can build walls too, they are called Block". Fantastisch.

Fans vom THW Kiel schrien sich die Lunge aus dem Leib

Ganz in weiß gekleidet schrien sich die Kieler Fans die Lunge aus dem Leib, verbreiteten mit den typischen Kieler Tröten ein bisschen Sparkassen-Arena-Flair in Hamburg. Die Zebra-Anhänger gaben auch dann nicht auf, als sich beinahe die gesamte Halle im ersten Halbfinale gegen den THW verbrüderte, um den Underdog Leipzig zu unterstützen, der rote Flensburger Fanblock zehn Minuten vor dem Ende geschlossen aufstand, um die DHfK-Fans zu unterstützen. "Sie haben uns heute sehr geholfen", sagte THW-Linksaußen Rune Dahmke nach dem Spiel. Und sie trugen den THW ins Finale.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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