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Die Abwehr als Prunkstück

Starke Zebras Die Abwehr als Prunkstück

Zwar gab es beim ersten Bundesligaspiel der Saison „im Angriff Licht und Schatten“, wie THW-Trainer Alfred Gislason nach der Partie sagte, insgesamt war der Isländer wie sein Team aber zufrieden mit der Leistung beim 33:21-Erfolg in Lübbecke. Die Kieler Abwehr präsentierte sich auf Top-Niveau.

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Sebastian Firnhaber (2.v.li.) und Patrick Wiencek (re.) hatten in der Deckung alles im Griff, für Lübbecke um Marko Bagaric (li.), Jo Gerrit Genz (Mitte) und Moritz Schade gab es kaum Lücken.

Quelle: Noah Wedel

Lübbecke/Kiel. „Vor allem in der ersten Halbzeit war unsere Abwehr unglaublich gut“, sage Mittelblocker Sebastian Firnhaber. „Wir haben gut gestanden und auf allen Positionen die Zweikämpfe gewonnen.“ Firnhaber selbst hatte großen Anteil daran, dass die THW-Deckung kaum Lücken für den Lübbecker Angriff ließ, aggressiv und beweglich verteidigte – und dabei keine einzige Zeitstrafe kassierte. „Ich möchte heute besonders Sebastian Firnhaber herausheben, der richtig, richtig gut gespielt hat“, sagte Gislason.

Lücken geschlossen

Firnhaber, Patrick Wiencek und ihre Nebenleute lehrten den Ostwestfalen phasenweise das Fürchten. Dazu verschob die gesamte Deckungsformation gut, schloss so Lücken, hielt ständig Kontakt zu den Nebenleuten und den angreifenden Lübbeckern. Sinnbildlich war die Szene, als Firnhaber aus der Mitte nach rechts rausschob und einen Pass auf die TuS-Linksaußenposition ins Aus tippte, ohne Kreisläufer Nils Torbrügge auch nur einen Zentimeter Raum zu geben – an der Seitenlinie reagierte Trainer Gislason beinahe enthusiastisch, klatschte Beifall, zeigte mit dem Finger auf Firnhaber, als wolle er sagen, „so geht das!“. Weil zu der starken 6:0-Abwehr auch Torhüter Andreas Wolff ein sicherer Rückhalt war und mit 14 Paraden – davon ein Siebenmeter – stark aufspielte, war der THW beinahe von Beginn an Herr im Haus. „Es war gut, dass wir sofort die Richtung vorgegeben haben“, sagte Firnhaber.

Und so fällt auch das Fazit der Zebras aus, die zwar grundsätzlich zufrieden mit ihrem Auftakt waren, angesichts des kommenden Spiels gegen den SC Magdeburg (Sonntag, 12.30 Uhr) aber wissen, dass eine Steigerung möglich und vielleicht auch nötig ist. „Das war akzeptabel, aber wir dürfen nicht denselben Fehler machen wie in der vergangenen Saison“, erklärte Nikola Bilyk. „Wir dürfen damit nicht zufrieden sein, müssen uns in jedem Spiel voll konzentrieren. Wir haben Hammer-Spiele gleich zum Auftakt, der September wird ein entscheidender Monat.“

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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