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THW Kiel holt den DHB-Pokal 2017

Final Four THW Kiel holt den DHB-Pokal 2017

Der THW Kiel hat zum zehnten Mal den DHB-Pokal gewonnen. Die Zebras setzten sich am Sonntag in der ausverkauften Barclaycard Arena in Hamburg im 93. Nordderby mit 29:23 (13:12) gegen die SG Flensburg-Handewitt durch und verhinderten so die zweite titellose Saison in Folge.

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Der THW Kiel feiert den Gewinn des DHB-Pokals, den Kapitän Domagoj Duvnjak übergeben bekommt.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. Taktik, Schönheit, überbordende Emotionen – nach mitreißenden 60 Minuten schäumte auch THW-Trainer Alfred Gislason über vor Gefühl, lief geradewegs in die (schwarz-)weiße Fankurve und sagte anschließend strahlend: „Dieser Erfolg ist extrem wichtig und bedeutet mir sehr viel. Ich habe an diese Mannschaft geglaubt.“

Zu Beginn des Spiels zaubert Gislason Linksaußen Rune Dahmke („Wir wollten Flensburg überraschen“) als Mittelmann aus dem Hut. Der 23-Jährige macht das Spiel schnell, beweglich, setzt Druckpunkte auf die Flensburger Deckung mit Tobias Karlsson und Jacob Heinl im Innenblock. Und er macht es schön, breit, variabel. Seinem Trainer beschert dies den inoffiziellen Sieg im taktischen Trainerduell.

Nach knapp 20 Minuten Wachwechsel: Domagoj Duvnjak rückt zurück auf die Spielmacherposition, Flensburg gleicht zum 7:7 (18.), später zum 9:9 (23.) aus, als die nächste schillernde Facette wie aus dem Nichts erwächst, Niklas Landin im Kieler Tor Henrik Toft Hansen (23./27.), Kentin Mahé (24.), Lasse Svan (28.) und Johan Jakobsson (28.) einen Ball nach dem anderen abkauft.

Landin, Dahmke, Duvnjak, auch der unermüdliche Steffen Weinhold und der ewige Kämpfer Patrick Wiencek, der mit René Toft Hansen einen fabelhaften Defensivpart gibt, bleiben die Protagonisten. Dann kommt Marko Vujin ins Spiel und trifft dreimal in einer Phase, in der die Zebras bis zum 21:15 (44.) das Spiel entscheiden. Weil Flensburg „nicht einmal nah dran“ ist an den Kielern (SG-Kapitän Tobias Karlsson) und zwar alles versucht, „es aber einfach nicht reicht“ (Trainer Ljubomir Vranjes) in einem bissigen, hart geführten, nicht immer fairen, aber von den Schiedsrichtern glänzend geführten Match.

Flensburg versucht es offensiv, kann das Spiel aber nicht mehr drehen. Der THW gewinnt ein historisches Spiel, das die Erwachsenwerdung einer neuen Kieler Mannschaft markiert.

Hier sehen Sie Bilder vom Spiel THW Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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