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Ins Wanken geraten

Handball-Bundesliga Ins Wanken geraten

Das ist gerade noch einmal glimpflich ausgegangen für den THW Kiel: In der Handball-Bundesliga setzten sich die Zebras am Sonntagnachmittag gegen den Tabellen-14. TVB 1898 Stuttgart knapp mit 25:24 (12:15) durch, gerieten dabei besonders vor der Pause ins Wanken, fielen aber nicht um.

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Marko Vujin freut sich über einen weiteren Treffer.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Generalprobe vor dem Pokal-Final-Four am kommenden Wochenende in Hamburg ist somit geglückt, aber: Bei den Kielern war zumindest am Sonntag noch viel Luft nach oben. Vorweg sei gesagt: Spaß macht dieses Spiel nicht, dessen Resultat der Stuttgarter Ex-Nationalspieler „Mimi“ Kraus wie folgt zusammenfasst: „Der THW ist mit einem blauen Auge davongekommen.“ Die Entwicklung dieses Krimis ist auch Verdienst des ehemaligen „Bravo“-Boys Kraus, der auf Seiten der Stuttgarter klug Regie führt. Zunächst beweist er dreimal seine Klasse und findet am Kreis Mitspieler Simon Baumgarten. Dann erzielt er bis zur Pause fünf Tore selbst. Der THW ist ohne die verletzten Domagoj Duvnjak und Steffen Weinhold angetreten, René Toft Hansen ist nur in „Rufbereitschaft“. Bis zum 9:7 (14.) kaschiert eine starke Offensive defensive Defizite. Als Alfred Gislason in der 16. Minute umstellt, seinen zuletzt stark beanspruchten Youngsters Bilyk und Nilsson eine Pause auf der Bank gönnt und Blazenko Lackovic (Mitte) und Christian Dissinger (Halblinks) einwechselt, gehen Struktur und Tempo völlig verloren, kommt das schwarz-weiße Spiel zum Erliegen.

Am Ende sind es zwei entscheidende Ingredienzen, die eine Sensation verhindern. Erstens: René Toft Hansen, den Alfred Gislason in Halbzeit zwei neben Patrick Wiencek in den Innenblock beordert. Zweitens: Emotionen, Emotionen, Emotionen. Beim 23:20 (50.) scheint eine Vorentscheidung gefallen. Nein, doch nicht. Weil die Siebenmeter (Sprenger/52., Dahmke/54.) übers Tor segeln, weil sich Lukas Nilsson auch schwertut, seine Anläufe immer wieder mangels Anspielpartner abgebrochen werden, weil Christian Zeitz mit Verdacht auf Muskelfaserriss (Wade) ausscheidet (49.), die Abwehr instabil wird. Wolff hält und hält, Marko Vujin behält die Nerven, trifft und trifft. Bilyk scheitert am starken Jogi Bitter im TVB-Tor, noch 20 Sekunden zu spielen. Dominik Weiß nimmt sich den letzten Wurf, drüber! Weiß kollidiert mit Wiencek, noch einmal Freiwurf, noch zwei Sekunden, vorbei! Der THW gewinnt, die Halle tobt.

THW Kiel - TVB Stuttgart 25:24 (12:15)

Tore THW Kiel: Vujin 6, Bilyk 4, Brozovic 3, Dahmke 3, Nilsson 3, Wiencek 3, Sprenger 2/1, Toft Hansen 1 TVB Stuttgart: Kraus 5, Baumgarten 3, Schagen 3/1, Schweikardt 3, Weiß 3, Celebi 2, Lobedank 2, Orlowski 2, Schimmelbauer 1 Schiedsrichter: Thomas Hörath (Nürnberg)/Timo Hofmann (Nürnberg) Zuschauer: 10285 Strafminuten: - / 4 Disqualifikation: - / -

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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