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Handball-Champions-League Steiniger Weg nach Europa

Schlechte Nachrichten für die Handball-Bundesliga (HBL), schlechte Nachrichten für den THW Kiel: In der kommenden Saison sind nur noch zwei statt zuletzt drei deutsche Vereine in der Champions League vertreten. Damit werden nur noch der Meister und Vizemeister an der Königsklasse teilnehmen.

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Auch die Spiele des THW Kiel in der Champions League (Marko Vujin beim Duell mit Meshkov Brest im November) sind ein Zuschauer-Magnet.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel. Das Exekutivkomitee der Europäischen Handball-Föderation (EHF) beschloss auf seiner Sitzung am Rande der Frauen-WM in Hamburg, in der Spielzeit 2018/19 keine Wildcard für die Königsklasse an die Bundesliga zu vergeben. "Das ist so zunächst ein Rückschritt für den deutschen Klubhandball und sehr schade für die Sportler, Fans und Vereine, die den deutschen Handball in Europa präsentieren. Wir als Vereine können das leider nur zur Kenntnis nehmen. Ich glaube aber, dass auch eine bessere Lösung für die Bundesligisten möglich gewesen wäre", sagte ein enttäuschter THW-Geschäftsführer Thorsten Storm am Montag. Entrüstet reagierten auch die Verantwortlichen im Lager des deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen. "Die Champions League beraubt sich eines ihrer Zugpferde", sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem "Mannheimer Morgen". Sie bedauere die Entscheidung, "da die deutschen Champions-League-Teilnehmer sich über Jahre nicht nur als sportliche Aushängeschilder für den gesamten Wettbewerb, sondern auch als Publikumsmagnete erwiesen haben."

EHF und HBL hatten zuletzt einen öffentlichen Streit wegen der zunehmenden Terminkollisionen ausgetragen. "Diese Entscheidung wird die Terminproblematik der nun verbleibenden zwei deutschen Teilnehmer nicht lösen. Ich würde es begrüßen, wenn alle Beteiligten gemeinsam nach einer Lösung suchen, statt auf ihren Standpunkten zu verharren", so Kettemann. In der Tat liegen die deutschen Königsklassen-Teilnehmer in der Gunst der Fans immer weit vorn. Das Ranking der 28 Vereine führte der THW Kiel sowohl am Ende der Vorsaison (Im Schnitt 10121 Zuschauer) als auch aktuell vor der Winterpause (9339) mit weitem Vorsprung an, lockt allein stets zehn bis zwölf Prozent aller Fans in Europa in die Sparkassen-Arena und kam deswegen, aber auch als dreimaliger Titelträger in dieser und der vergangenen Saison als Bundesliga-Dritter in den Genuss einer Wildcard.

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