18 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
THW Kiel trifft auf Schweizer Meister Schaffhausen

Handball-Champions-League THW Kiel trifft auf Schweizer Meister Schaffhausen

Neuland für die Zebras. Zum ersten Mal überhaupt trifft der deutsche Rekordmeister THW Kiel am Sonnabend (17.30 Uhr, Sparkassen-Arena) auf den Rekord-Titelträger aus der Schweiz, die Kadetten Schaffhausen.

Voriger Artikel
Ein hartes Stück Arbeit
Nächster Artikel
THW Kiel überzeugt im Heimspiel

Hier habe ich das Sagen: Und auch wenn Gabor Csaszar (rechts) beim 25:38 in Barcelona gegen Kamil Syprzak (links) und den FC Barcelona das Nachsehen hatte, so ist der ungarische Spielmacher dennoch Schlüsselspieler bei den Kadetten Schaffhausen.

Quelle: imago

Kiel. Bereits zum neunten Mal haben sich die Eidgenossen für die Königsklassen-Gruppenphase qualifiziert, verfügen über ein erstklassiges Trainingszentrum, vorbildliche Jugendarbeit und sind doch noch nicht ganz oben angekommen in Europa. Einer, der sich im Kanton Schaffhausen bestens auskennt, ist der Kieler Rückraumspieler Christian Dissinger. Von 2011 bis 2013 spielte der 24-Jährige bei den Kadetten.

Als Dissinger damals kam, wurde das Trainingszentrum mit Internat, Kraft- und Fitnessräumen, Hallen und Hotel eingeweiht. Das Ziel, mittelfristig das Final Four in Köln zu erreichen, machte die Runde. Doch seit 2012 kamen die Kadetten über das Achtelfinale nicht mehr hinaus, erlitten durch den Trainerwechsel (Weltmeister Markus Baur ging 2015 aufgrund der Doppelfunktion als U20-Nationaltrainer, Lars Walther kam) Substanzverluste. „So etwas braucht eben Zeit“, sagt Dissinger. „Aber der Verein kann es in die Spitze schaffen. Die Bedingungen dort sind einmalig.“ Auch weil mit Giorgio Behr (68) ein (finanz-)starker Präsident „alle Fäden in der Hand“ (Dissinger) hält.

Dissinger nutzt gerade alternative Behandlungen

Für den rekonvaleszenten Nationalspieler, der sich zuletzt auch mit alternativen Behandlungsmethoden (Shiatsu, Osteopathie, Bach-Blütentherapie) auf sein Comeback vorbereitete, wieder mit Lauf- und Krafttraining begonnen hat („Es wird noch eine Weile dauern, ich will alles vollständig auskurieren“), waren die Jahre in der Schweiz „lehrreich“. „Ich konnte immerhin schon mit 19 Jahren Champions-League-Erfahrung sammeln.“ Aber er denke auch nicht nur gern daran zurück: „Schließlich habe ich mir dort im Oktober 2011 und im April 2013 zweimal das Kreuzband gerissen.“

Drei Jahre nach Dissingers Abschied aus der Schweiz steht der Vorzeigeklub noch ohne Punktgewinn da, musste sich aber Silkeborg (24:25) und Veszprem auswärts (28:32) knapp geschlagen geben. Der ungarische Spielmacher und Ex-PSG-Akteur Gabor Czaszar ist der Star der Mannschaft, daneben hat Dissinger den Halblinken Luka Maros als gefährlichen Protagonisten ausgemacht. Auf Halbrechts agiert der Pole Michal Szyba, Kristian Bliznac (Rückraum links, HSG Wetzlar) und Markus Richwien (Rechtsaußen, Magdeburg/Füchse Berlin) sind nur zwei der vielen bekannten Gesichter aus der Bundesliga. „An einem guten Tag kann Schaffhausen gegen jede Mannschaft mithalten“, sagt Dissinger.

Das bestätigt auch THW-Coach Alfred Gislason, der neben dem weiterhin an den Folgen eines Innenband-Teilrisses laborierenden Rune Dahmke auch auf Nikola Bilyk (Achillessehnen-Beschwerden) verzichten muss. „Darum werden Lukas Nilsson und wahrscheinlich auch Blazenko Lackovic mehr Spielanteile im Rückraum bekommen“, so der Isländer, der dem Gegner „super Bedingungen“ attestiert. Zum Sprung an die europäische Spitze würde den Kadetten nur eine stärkere Liga als die heimische NLA fehlen. Gislason: „So haben die Spieler einfach nicht die nötige Wettkampf-Härte.“

KN-Liveticker

Verfolgen Sie das Spiel hier im KN-Liveticker.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr zum Artikel
Handball
Marco Vujin (r) war mit sechs Toren bester Kieler.

Der Rekordmeister aus dem hohen Norden steht zumindest vorübergehend an der Tabellenspitze. Einer der schärfsten Verfolger ist der aktuelle Titelträger aus Mannheim.

  • Kommentare
mehr
Mehr aus Nachrichten: THW Kiel 2/3