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THW Kiel überzeugt im Heimspiel

Champions League THW Kiel überzeugt im Heimspiel

Die Handballer des THW Kiel haben auch das zweite Heimspiel in der Champions-League-Vorrunde gewonnen. Gegen den Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen gab es am Sonnabend vor 9500 Zuschauern ein 32:29 (19:15).

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Schaffhausens Luka Maros, Kiels Blazenko Lackovic und Schaffhausens Michael Szyba (v. li nach re.) kämpfen um den Ball.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Kiel. Achterbahnfahrt mit Lerneffekt in der Sparkassen-Arena. Der THW Kiel tat sich am Sonnabendnachmittag in der Gruppe A der Handball-Champions-League lange Zeit schwer gegen die Kadetten Schaffhausen. Nach einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung stand am Ende ein zu keinem Zeitpunkt gefährdetes 32:29 (19:15) auf der Anzeigetafel. Erfolgreichster Werfer bei den Zebras war Kapitän Domagoj Duvnjak mit fünf Toren. Beim Schweizer Meister glänzten Gabor Csaszar und Luka Maros mit jeweils acht Treffern.

Das sind die Bilder aus der Champions-League-Partie THW Kiel gegen Kadetten Schaffhausen.

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Eine reine Achterbahnfahrt

THW-Coach Alfred Gislason zeigte sich nach dem Bundesliga-Krimi gegen Hannover am Mittwoch (27:26) von Beginn an in Experimentierlaune, beorderte mit Duvnjak, Blazenko Lackovic und Marko Vujin zunächst eine kroatisch-serbische „Balkan-Bande“ in den Angriff, bot mit René Toft Hansen und Lacovic einen neu formierten Abwehr-Innenblock und und ließ zudem den Kroaten Ilija Brozovic auf Halb decken. Nach 60 nicht immer ereignisreichen Minuten fiel Gislasons Resümee so aus: „Abwehrmäßig ist das voll in die Hose gegangen.“ Nach 13 Minuten lagen die Kadetten mit 10:7 vorn, düpierten die Kieler mit hohem Tempo nach Gegentoren. THW-Keeper Niklas Landin wechselte sich entnervt aus. 

Es war ein "lehrreiches Spiel"

Ein Ruck ging durch die Mannschaft, die jetzt von Steffen Weinhold auf der Spielmacherposition angeführt wurde. Lackovic setzte mit dem 8:10 (14.) das erste Zeichen, der eingewechselte Andreas Wolff im Tor ließ mit sehenswerten Paraden weitere folgen. Der bärenstarke Patrick Weincek am Kreis und Antreiber Duvnjak profitierten von Augenmaß-Anspielen Marko Vujins, beim 19:15 zur Pause war das Kräfteverhältnis wieder hergestellt. Nach der Pause zunächst ein ähnliches Bild: Wolff parierte reihenweise Bälle, im Angriff griffen jetzt neben Lackovic auch Christian Zeit und der junge Lukas Nilsson ins Geschehen ein, dessen Weltklasse-Anspiele auf Wiencek und Niclas Ekberg den Nährboden für die 25:17-Führung (44.) darstellten, ehe zwei Zeitz-Schlagwürfe zum 27:21 (50.) für eine Vorentscheidung sorgten. „Dann“, so Gislason, „haben wir den Faden verloren, das lag sicher auch an meiner Wechselei.“ Beim 28:26 (54.) ging ein Raunen durch das mit 9500 Besuchern nicht ganz ausverkaufte Rund. Doch Vujin per Siebenmeter gegen den starken Nikola Marinovic und Raul Santos machten mit dem 30:26 alles klar (56.). Gislason („Ich bin nicht besonders zufrieden“) sprach von einem „lehrreichen Spiel“. Kadetten-Coach Lars Walther trauerte ein bisschen auch den vielen von Andreas Wolff vereitelten Chancen nach: „Ich möchte gern wissen, wie das hier heute ausgeht, wenn wir nicht so viele freie Bälle gegen Wolff verballern. Nach einer Niederlage bin ich nie ganz zufrieden, aber wir haben heute sehr gut gespielt.“

Am Mittwoch (20.15 Uhr) müssen die Zebras im Achtelfinale des DHB-Pokals beim SC Magdeburg antreten. Nächster Gegner in der Bundesliga ist am Sonnabend (19 Uhr) auswärts der HC Erlangen, ehe am 9. November das nächste Duell in der Champions League auf dem Programm steht, auswärts bei Wisla Plock.

THW Kiel:  Landin (1.-13. Minute und bei einem 7m/0 Paraden), Wolff (ab 13./14) – Duvnjak 5, Toft Hansen 1, Lackovic 3, Sprenger, Weinhold, Wiencek 4, Ekberg 4, Zeitz 4, Brozovic 1, Vujin 4/1, Nilsson 4, Santos 2.

Kadetten Schaffhausen:  Marinovic 1.-60. Minute/14 Paraden), Bringolf n.e. – Meister, Delhees 1, Liniger 2, Küttel, Richwien 1, Graubner, Pendic 1, Szyba 2, Csaszar 8/2, Alili n.e., Maros 8, Koch 2, Muggli n.e., Tominec 4.

Schiedsrichter:  Slave Nikolov/Gjorgji Nachevski (Mazedonien) – Strafminuten:  THW 2 (Weinhold), Kadetten 8 (Graubner, Delhees, Maros, Meister) – Siebenmeter:  THW 2/1 (Vujin scheitert an Marinovic), Kadetten 2/2 – Spielfilm:  0:2, 2:2 (5.), 4:5, 6:6 (11.), 7:10 (13.), 10:10, 11:13 (21.), 15:13 (27.), 18:14, 19:15 – 19:16, 22:16 (39.), 25:17 (44.), 25:20, 27:21 (50.), 28:22, 28:26 (54.), 30:26, 30:28 (59.), 32:29 – Zuschauer:  9500 in der Sparkassen-Arena. 

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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