9 ° / -1 ° Regenschauer

Navigation:
Das Final Four von A bis Z

Handball-Event in Hamburg Das Final Four von A bis Z

Amateurpokal, Löwenfluch und Schiedsrichter: Hier lesen Sie alles zum großen Handball-Event in Hamburg, das am Sonnabend in der Barclaycard Arena stattfindet,

Voriger Artikel
Zwei Kräfte fürs erweiterte Profikader
Nächster Artikel
Letzte Chance auf Viertelfinaltickets

Der bisher letzte THW-Pokalsieg 2013: Dominik Klein mit dem begehrten Cup.

Kiel. Amateurpokal: Der DHB-Amateurpokal wird seit 2015 mit den Siegern der Landespokale ausgetragen. In diesem Jahr treffen am Sonntag direkt vor dem „großen“ Finale der TuS Spenge (Westfalen) und der HSV Bad Blankenburg (Thüringen) aufeinander.

 

Barclaycard Arena: Seit 2003 findet das Final Four in Hamburgs größter Halle statt, die seit 2015 Barclaycard Arena heißt. Sie fasst für Handballspiele 13200 Zuschauer und ist seit langem ausverkauft.

 

Cupverteidiger: 2016 gewann der SC Magdeburg den DHB-Pokal, die Domstädter schieden in dieser Saison im Achtelfinale gegen den THW Kiel aus. 16 Mal konnte der amtierende Pokalsieger seinen Titel verteidigen, sechs Mal gelang dies den Zebras, die drei Mal drei Pokalsiege in Folge einfuhren.

 

Dritter Platz: Ein Spiel um Platz drei gab es beim Final Four erst zwei Mal. In den Jahren 2005 und 2010 bestand nämlich die Möglichkeit, dass sich der Pokal-Dritte für den Europacup qualifiziert. 2005 zog die HSG Nordhorn so in den Europapokal der Pokalsieger ein, 2010 gewann der Tus N-Lübbecke das Spiel um Platz drei gegen den VfL Gummersbach. In der kommenden Saison spielte trotzdem der VfL international, weil er als Titelverteidiger qualifiziert war.

 

Einlass: Die Barclaycard-Arena öffnet am Sonnabend um 12.30 Uhr ihre Tore, am Sonntag um 11 Uhr.

 

Fans: Knapp 1200 Tickets umfassen die offiziellen Kontingente für die vier Final-Four-Teilnehmer. Der freie Vorverkauf für die restlichen Tickets begann bereits am 31. August 2016. Es gibt ausschließlich Turnier-, keine Tagestickets.

 

Grill: Kleiner Gimmick für grillende Handball-Fans: Anlässlich des Final Fours bringt die Hamburger Gewürzmanufaktur „Gourmerie“ eine Gewürzmischung in limitierter Stückzahl heraus. Die 100-Gramm-Dose ziert der Slogan „Ist es zu scharf, bist Du zu weich“, der Teil einer Handball-Imagekampagne der HBL ist.

 

Hauptsponsor: Die HBL und das Einzelhandelsunternehmen Rewe haben ihre Premium-Partnerschaft um drei Jahre verlängert. Das Event wird also mindestens bis einschließlich 2020 offiziell „REWE Final Four“ heißen.

International: Der Pokalsieger qualifiziert sich für den EHF-Pokal. Spielt der Cupgewinner im nächsten Jahr in der Champions League, ist auch der unterlegene Finalist international dabei. Der Finaleinzug wäre somit für Leipzig wohl gleichbedeutend mit der EHF-Cup-Qualifikation.

 

Jubiläum: Das diesjährige Final Four ist die 25. Auflage des Turniers. 1993 fand die erste Austragung in der Frankfurter Ballsporthalle statt, ab 1994 in Hamburg.

 

Kontrollen: An den Eingängen wird es strenge Sicherheitskontrollen geben. Jacken, Schirme, Rucksäcke, Taschen und ähnliche Dinge dürfen nicht in die Sitzplatzbereiche mitgenommen werden, sondern sind an der Garderobe abzugeben.

 

Löwen-Fluch: Neun Mal waren die Rhein-Neckar Löwen beim Final Four dabei (zwei Mal als SG Kronau-Östringen), den Pokal gewannen sie noch nie. Drei Mal erreichten sie das Finale, sechs Mal war im Halbfinale Schluss. Und bei den letzten vier Teilnahmen scheiterten sie jeweils  im Halbfinale an der SG Flensburg-Handewitt – auch dieses Jahr wieder der Halbfinalgegner.

 

Maskottchen: Auch die Maskottchen Hein Daddel (THW), SiGi (Flensburg), BalLeo (Leipzig) und Conny (Löwen) unterstützen ihre Teams. Und sie haben sogar eine gemeinsame Fan-Aktion vor den Halbfinals geplant: Die Zuschauer sollen alle gleichzeitig ihre aufgerollten Schals wieder ausrollen und für ein tolles Bild in der Arena sorgen.

 

Neuling: Der SC DHfK Leipzig ist erstmals beim Final Four dabei. Es ist damit der 29. Klub, der in Hamburg aufläuft.

 

Obulus: Die vier Teilnehmer erhalten ein Antrittsgeld von jeweils 90000 Euro. Eine Siegprämie gibt es nicht.

 

Pokal: Der versilberte Messing-Pokal wurde 2012 bei der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen hergestellt. Der 49 Zentimeter hohe und 3,5 Kilogramm schwere „Pott“ hat einen Wert von 20000 Euro.

 

Quote: Vier Final-Four-Teams, vier Top-Torhüter: Mit rund 50 Prozent gehaltener Bälle führt Mikael Appelgren das Pokal-Ranking an. Die THW-Keeper Niklas Landin und Andreas Wolff stehen dem Löwen mit rund 44 und 41 Prozent aber in nichts nach.

 

Rekord: Nikola Karabatic hält den Rekord für die meisten Tore in einem Final Four. 2007 erzielte der Franzose für den THW 13 Tore im Halbfinale gegen Flensburg und zwölf im Finale gegen die SG Kronau/Östringen.

 

Schiedsrichter: Das erste Halbfinale zwischen dem THW Kiel und DHfK Leipzig pfeifen Marcus und Andreas Pritschow (Stuttgart), das zweite Semifinale zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen Fabian Baumgart und Sascha Wild (Altenheim/Elgersweiher). Im Finale kommen Robert Schulze und Tobias Tönnies (Magdeburg/Stendal) zum Einsatz.

 

TV: Ein letztes Mal zeigt Sport1 das Final Four, ab kommender Saison übertragen Sky und die ARD. Das Final Four 2016 erreichte senderübergreifend national eine Sendedauer von 14 Stunden und erzielte in den letzten Jahren eine Reichweite von bis zu 44,5 Millionen Zuschauern.

 

Unentschieden: Steht es am Ende der regulären Spielzeit unentschieden, geht es in eine Verlängerung von zwei Mal fünf Minuten. Reicht das nicht, um einen Sieger zu bestimmen, folgt das Siebenmeterwerfen mit fünf Schützen pro Team. Geht auch das unentschieden aus, werden wieder fünf Schützen benannt und es geht im Shootout weiter.

 

Volkspark: Während es im Halbfinale zwischen dem THW und Leipzig in die Schlussphase geht, wird im benachbarten Volksparkstadion angepfiffen. Die Fußballer des HSV empfangen Hoffenheim – ordentlich was los im Volkspark. Wegen der zu erwartenden Verkehrsbehinderungen wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.

 

Wallau/Massenheim: Die SG Wallau/Massenheim gewann 1993 die erste Austragung des Final Fours in Frankfurt/Main, im Finale gab es ein 24:21 gegen den TSV Bayer Dormagen.

 

Xepkin: Andrei Xepkin ist der älteste DHB-Pokalsieger der Geschichte. „El Gigante“ gewann 2007 im Alter von 41 Jahren den Cup mit dem THW Kiel.

 

Young Gun: Mit 19 Treffern ist THW-Youngster Nikola Bilyk der erfolgreichste Kieler Torschütze dieser Pokalsaison. Der Führende Johannes Sellin hat zwar zwölf Treffer Vorsprung, ist aber in Hamburg nicht dabei. Von den Teilnehmern haben nur Löwe Andy Schmid (23) und Leipzigs Andreas Rojewski (21) mehr Tore erzielt.

 

Zebra-Outfit: Wer in der Hamburger Arena noch Fan-Artikel braucht, ist vor dem Eingang E1 und hinter dem Block U12 richtig: Dort gibt es das gewünschte Zebra-Outfit am THW-Fanmobil und dem THW-Merchandising-Stand.

Von Tamo Schwarz und Niklas Schomburg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten: THW Kiel 2/3