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Zebras ziehen wieder an die Tabellenspitze

Heimsieg gegen Leipzig Zebras ziehen wieder an die Tabellenspitze

Kategorie Arbeitssieg: Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich durch ein 29:25 (18:12) gegen den SC DHfK Leipzig zurück an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga gekämpft.

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Der THW Kiel feiert seinen Heimsieg.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Mannschaft von Coach Alfred Gislason konnte das Überraschungsteam der Liga aus Sachsen nur phasenweise abschütteln und überholte durch den am Ende verdienten Erfolg mit nun 24:2 Punkten die Rhein-Neckar Löwen (22:2). Die Mannheimer haben allerdings erst ein Spiel weniger absolviert.

Drei Tage nach dem Derbysieg gegen die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League (26:25) sah es für die Kieler zur Pause bei einem Sechs-Tore-Vorsprung nach einer klaren Angelegenheit aus. Leipzig hatte temporeich und frisch begonnen, insbesondere Nationalspieler Niclas Pieczkowski zeichnete sich in der Rückraum-Mitte immer wieder aus, traf punktgenau die Nahtstellen und vollstreckte kaltschnäuzig.

Leipzig zog auf 4:1 davon (6.). Erst beim 11:10 in der 21. Minute gingen die Zebras, die neben den Langzeitverletzten Christian Dissinger und René Toft Hansen auch auf Blazenko Lackovic (Muskelfaserriss in der Wade) und Steffen Weinhold (Leistenzerrung) verzichten mussten und Christian Zeitz (Rücken) nur in der Abwehr einsetzen konnten, zum ersten Mal in Führung. Es folgten bis zum 18:12-Pausenstand überragende Minuten, denen insbesondere der an diesem Tag einsam in einer anderen Liga spielende THW-Kapitän Domagoj Duvnjak – mit neun Toren zudem bester Schütze – und Youngster Nikola Bilyk (7) ihren Stempel aufdrückten. „Das war ein Blackout. Wir wollten hier ein Highlight setzen und nicht nur mitspielen“, resümierte DHfK-Trainer Christian Prokop, der als heißester Anwärter auf die Nachfolge von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gehandelt wird, nach 60 Minuten. „Aber meine Mannschaft hat das Spiel auch nach der Pause nie aus der Hand gegeben.“

Hier sehen Sie Bilder vom Spiel THW Kiel gegen SC DHfK Leipzig.

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Im zweiten Abschnitt agierte der THW passiver in der Deckung, langsamer im Angriff, traf dreimal in Folge gegen einen mit siebtem Feldspieler zu Werke gehenden Gegner das leere Tor nicht, spürte die Sachsen bis zum 25:23 (54.) ständig im Nacken und musste sich weiter auf das kongeniale Duo Duvnjak/Bilyk verlassen. Das war zuweilen kopflos, „bestimmt kein gutes Spiel“ (THW-Torwart Landin). Und am Ende setzte Leipzig schließlich „alles auf eine Karte“ (Pieczkowski), als die Zebras dann beim 27:23 (56.), 28:23 (56.) und 29:23 (57.) dreimal in Folge durch Ilija Brozovic, Duvnjak und Patrick Wiencek endlich doch das leere Gehäuse trafen und die Weichen endgültig auf Sieg stellten.

„Ich bin sehr zufrieden, dass wir gewonnen haben, denn Leipzig hat uns am Anfang schwindelig gespielt“, sagte ein erleichterter Alfred Gislason. „Duvnjak war heute überragend, ein richtiger Kapitän, der immer gute Lösungen gefunden hat. Wir haben die Punkte in Kiel behalten – nur das zählt.“

THW Kiel : Landin (1.-40. Minute/7 Paraden), Wolff (ab 40./5) – Duvnjak 9, S. Firnhaber n.e., Sprenger n.e., Wiencek 3, Ekberg 5/3, Zeitz, Dahmke 1, Brozovic 1, Vujin 3, Bilyk 7, Nilsson, Santos.

SC DHfK Leipzig : Putera (1.-25. Minute/4 Paraden), Vortmann (ab 25./9) – Semper 6, Steinert 5/4, Rojewski n.e., Jurdzs 1, Binder 1, Janke 2, Pieczkowski 6, Roschek, Strosack n.e., Meschke, Becvar 2, Milosevic 2/1.

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