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„Ich bin nicht der beste Handballer“

Interview: Andy Schmid „Ich bin nicht der beste Handballer“

Bewunderer nennen ihn den „Messi des Handballs“. Von Allüren ist bei Andy Schmid, Spielmacher des deutschen Handball-Meisters Rhein-Neckar Löwen, allerdings nichts zu spüren.

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Andy Schmid wurde zum vierten Mal in Folge zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt.

Quelle: AS Sportfoto/ Binder

Mannheim. Der 34-jährige Schweizer lebt mit seiner norwegischen Frau Therese sowie den Kindern Lio (5) und Levi (1) im beschaulichen Walldorf bei Heidelberg. In der vergangenen Saison wurde Schmid zum vierten Mal in Folge zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt.


Der Sechste spielt am Sonntag gegen den Neunten ... da war mal mehr Spitzenspiel, oder?

Andy Schmid: Ehrlich gesagt fühlt es sich genau so an wie in den letzten Jahren. Der THW ist zwar schlecht gestartet, aber wir sind realistisch genug, um zu wissen, dass die Tabelle noch schief ist. Das sind weiterhin zwei der stärksten Mannschaften der Liga. Es ist doch auch nicht verwunderlich, dass der THW in diesem Tief ist. Duvnjak ist einer der weltbesten Spielmacher, ist der Kopf dieser Mannschaft. So ein Ausfall würde jede Mannschaft treffen. Hoffentlich kommt der THW nicht gegen uns aus dem Tief heraus.

Hat sich in Ihrer Mannschaft nach dem Weggang von Kim Ekdahl du Rietz eine neue Dynamik entwickelt?

Kim war einer der besten Halblinken. Ihn zu ersetzen – damit haben wir noch Probleme.

Viele sehen in Ihnen aufgrund Ihrer intuitiven, eleganten Spielweise den besten Handballer der Welt ...

... und ich kann demütig einschätzen, dass ich es nicht bin. Mit einem Karabatic oder Mikkel Hansen würde ich mich nie vergleichen. Wenn ich gut drauf bin, bin ich ein richtig guter Spieler, aber ich würde auch gern mal einer EM oder WM meinen Stempel aufdrücken, doch da bin ich als Schweizer nie dabei. Ich bin stolz auf meine Entwicklung und mein konstantes Spiel.

Spielt da auch Genugtuung eine Rolle? Nach Ihrem Wechsel aus Silkeborg 2010 zu den Löwen galten Sie schnell als Fehlkauf.

Ein wenig: Ich habe es den Kritikern ja schon gezeigt. Aber ich hatte damals gewiss auch Selbstzweifel. Ich habe nicht den Kopf in den Sand gesteckt, mich durchgekämpft. Darauf bin ich auch stolz.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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