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Ein Spiel voller Attribute

Kiel gegen Magdeburg Ein Spiel voller Attribute

Nagelprobe, Charaktertest, Chance auf Wiedergutmachung – dem Auswärtsspiel des THW Kiel in Magdeburg (Mittwoch, 20.15 Uhr) lassen sich einige Attribute zuschreiben. Sicher ist: Für die Zebras geht es in der Bundesliga um alles.

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So sah es im Oktober aus: Während der THW nach dem Pokal-Erfolg feiert, lassen SCM-Spielmacher Christian O’Sullivan (Nr. 24) und Marko Bezjak die Köpfe hängen.

Quelle: imago

Kiel. „Wir müssen die Niederlage gegen die Dänen aus den Köpfen kriegen“, fordert THW-Rechtsaußen Christian Sprenger, der von 1998 bis 2009 für den SC Magdeburg die Stiefel schnürte. „Wir werden mit einer ganz anderen Grundeinstellung und Leistung ins Spiel gehen – und das ist auch nötig“, sagt THW-Coach Alfred Gislason. „Wir haben im Pokal verdient in Magdeburg gewonnen, aber der SCM ist die Mannschaft der Stunde.“

"Wir hatten viel Vertrauen in unsere Mannschaft“

Tatsächlich haben die Domstädter einen Lauf, gewannen seit der bösen Heimklatsche gegen die TSV Hannover-Burgdorf (22:37) Mitte November acht ihrer neun Ligaspiele, unterlagen nur dem THW in Kiel (24:28). „Die zweite Halbzeit in Kiel war gut, viel besser als unser Spiel im Pokal“, sagt SCM-Spielmacher Christian O’Sullivan. Auf diese Leistung „in der Ostseehalle“, sagt der Norweger, „können wir aufbauen.“ Der 25-Jährige, der im Sommer vom schwedischen Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad nach Magdeburg wechselte, brachte Ende Januar silbernen Glanz mit in die Börde, kehrte als Vizeweltmeister von der WM zurück. „Das war ein großer Erfolg, den wir nicht erwartet hatten“, sagt er. „Aber wir hatten viel Vertrauen in unsere Mannschaft.“ Ein wenig WM-Schwung habe er mitnehmen können, auch wenn die Belastung enorm sei. „Ich bin insgesamt super angekommen in Magdeburg und in der Bundesliga, und darüber freue ich mich“, sagt „Sulli“. „Das Niveau ist so hoch, es ist die beste Liga der Welt. Jedes Spiel ist enorm schwer.“

Beim SCM sind alle an Bord

Am Mittwochabend wird es noch ein bisschen schwerer: „Der THW ist eins der besten Teams der Welt“, sagt O’Sullivan, der von einem Magdeburger Vorteil ob Kieler Krise nichts wissen will. „Die Top drei – Kiel, Flensburg und die Löwen – sind einfach ein bisschen stabiler als wir. Außerdem ist es für uns nicht so gut, dass der THW gegen Silkeborg verloren hat – sie machen sehr selten zwei schlechte Spiele nacheinander.“ Das „Gigantenduell“, wie der übertragende TV-Sender Sport1 das Spiel ankündigt, ist ein wichtiges Spiel für beide Seiten. „Wir wollen in der Tabelle weiter nach oben, auf Platz vier, und dafür unbedingt jedes Heimspiel gewinnen“, sagt O’Sullivan. „Wir freuen uns auf den THW.“

Und während die Zebras erneut auf Steffen Weinhold und Niklas Landin verzichten müssen, sind beim SCM alle an Bord, auch wenn Abwehrchef Finn Lemke seine Sehnenreizung im Fuß noch nicht vollständig aukuriert hat und Dario Quenstedt, Yves Grafenhorst und Zeljko Musa von grippalen Infekten geplagt werden. „Wir müssen eine gute Abwehr und ein gutes Tempospiel zeigen, um zu gewinnen“, sagt O’Sullivan. „Im Sechs gegen Sechs ist Kiel die bessere Mannschaft.“ Der THW indes kann sich keine weitere Pleite erlauben, soll die Meisterschafts-Chance gewahrt werden. Der SCM und die 6800 Fans in der ausverkauften Getec-Arena wissen das. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Teams“, sagt O’Sullivan. „Wir sind bereit für Kiel.“

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