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Zerrupfte Zebras müssen durchschnaufen

Nach Leipzig-Pleite Zerrupfte Zebras müssen durchschnaufen

Jubel auf der einen, bittere Enttäuschung auf der anderen Seite: Der SC DHfK Leipzig feierte den ersten Sieg gegen den THW Kiel in der Vereinsgeschichte ausgelassen, den Zebras dagegen stieß das klare 25:34 (11:15) sauer auf – auch weil sie sich in den letzten Minuten katastrophal präsentierte.

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Die Spieler des SC DHfK Leipzig hatten in der Partie gegen den THW Kiel alles fest im Griff, so wie hier Maximilian Janke (li.) das Trikot von Nikola Bilyk – und zogen den Kielern am Ende das Fell über Ohren.

Quelle: imago

Leipzig/Kiel. Nicht nur die hohen Temperaturen in der Arena hatten den Zebras eingeheizt, angepeitscht vom Publikum nahmen die Gastgeber ihre Kieler Angstgegner streckenweise auseinander. „Das Hinspiel und das Pokal-Halbfinale haben wir am Ende aus der Hand gegeben. Ich habe mir immer wieder gesagt: Heute nicht, heute nicht, heute nicht“, sagte Nationalspieler Niclas Pieczkowski über die „unglaubliche Energieleistung“.

Eben diese Energie ging dem THW am Mittwochabend bis auf eine kurze Phase nach der Pause völlig ab. Die sonst tragenden Säulen der Zebras waren weggebrochen. Patrick Wiencek konnte mit Hexenschuss nur unter großen Schmerzen und intensiver medizinischer Betreuung überhaupt spielen, „er hat sich sehr gequält, aber es ging einfach nicht richtig“, sagte THW-Coach Alfred Gislason. „Die Abwehr hat durch seine Probleme sehr gelitten. Aber man darf sich nicht so aufgeben."

Der Vorsprung auf die Füchse Berlin und den SC Magdeburg ist auf einen respektive zwei Punkte geschrumpft. Beide Gegner im Kampf um die Champions League sind ebenfalls noch in Leipzig zu Gast. Werden die DHfK-ler also zum Zünglein an der Königsklassen-Waage? Vermiest Leipzigs Trainer Christian Prokop mit seinem Team seinem neuen Chef Bob Hanning, in Personalunion DHB-Vizepräsident und Füchse-Geschäfsführer, am letzten Bundesliga-Spieltag die Champions League?

Der THW hat derweil zunächst Pause. Erst am Sonntag, 28. Mai, steht das nächste Pflichtspiel gegen den HSC Coburg an. „Diese Pause kommt uns sehr gelegen“, sagt Gislason und zielt damit nicht nur auf den mentalen Knacks an. „Wir müssen einige Spieler wieder ein bisschen zusammenflicken.“ Neben Wiencek und Zeitz, dessen Muskelfaserriss zusätzliche Ruhezeit gut tun wird, leidet Sebastian Firnhaber seit Donnerstag an einem Infekt, Torhüter Niklas Landin hat sich im Spiel in Leipzig den Fuß verstaucht. Die nächste Übungseinheit ist erst für Montag angesetzt.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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