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Die mit den Löwen tanzen

THW Kiel Die mit den Löwen tanzen

Eine große Feier gab es nicht, aber das Grinsen bekamen die Zebras des THW Kiel nach dem Achtelfinal-Coup bei den Rhein-Neckar Löwen am Freitag trotzdem nicht aus ihren Gesichtern. Morgens ging es mit dem ICE Richtung Kiel, und mit 40 Minuten Verspätung kamen die Kieler mittags heil an der Förde an.

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Die Zebras des THW Kiel am Freitag nach der Rückkehr aus Mannheim.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Das wirkte nach, dieser Thriller auf Biegen und Brechen, in dem am Ende ganz besonders Torwart Niklas Landin den Sieg festgehalten hatte. „So ein super Gefühl hier in meiner alten Heimat. Erst ganz am Ende habe ich nach oben geschaut und konnte es glauben. Ich hoffe, das gibt uns auch einen Schub für die Bundesliga“, sagte ein strahlender Däne, der das Duell mit Löwen-Keeper Andreas Palicka auch gewonnen hatte, weil der Mitte der zweiten Halbzeit verletzt passen musste (und wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel vier bis fünf Wochen pausieren muss).

Die Kieler hatten die Löwen am Anfang kalt erwischt, robust verteidigt, ihre ansonsten defensive 6:0-Deckung allerdings flexibel und offensiv interpretiert. So mutetet dieser Fight fast an, als würden die THW-Cracks (eng umschlungen) mit den Löwen tanzen – vor, zurück, links, rechts, Drehung, ... ein Kieler Zebrafox, dass es eine Art hatte. Löwen-Regisseur Andy Schmid jedenfalls schnalzte nach der Begegnung mit der Zunge: „Das war ein richtig geiles Handballspiel. Als Landin am Ende die Bälle gehalten hat, dachte ich nur: Das ist doch jetzt nicht möglich.“ Doch, es war möglich, genau wie der Einsatz von Domagoj Duvnjak, Steffen Weinhold und René Toft Hansen, den drei Sorgenkindern der medizinischen Abteilung des THW. „Als die Löwen vor dem Anpfiff fragten, ob unsere drei Verletzten spielen, habe ich das sofort bejaht, habe niemanden angelogen“, betonte Gislason, dem sich seine drei Führungsspieler förmlich aufgedrängt hatten. Mit Erfolg: „Dass wir drei dabei waren, hat die Mannschaft gepusht“, befand Toft Hansen, der „eigentlich mehr spielen“ wollte, erst am Vortag zum ersten Mal wieder trainiert hatte, dann aber nach sechs Minuten vom Feld gestellt wurde. „Die drei waren auch gar nicht das Problem, sondern Vujin und Nilsson in der zweiten Halbzeit“, analysierte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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