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Handball-Classico Nummer 23

THW Kiel - FC Barcelona Handball-Classico Nummer 23

Es ist der „Classico“ des europäischen Handballs: THW Kiel gegen FC Barcelona. Ein Duell, aus dem Legenden geboren werden. 22-mal standen sich der deutsche Rekordmeister und die Katalanen bisher gegenüber, allein 15-mal in einem Finalspiel eines Europapokalwettbewerbs.

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Noch immer schwer zu halten: In dieser Szene im Hinspiel setzt sich der ehemalige Kieler Mannschaftskapitän Filip Jicha (Mitte) im Dress des FC Barcelona gegen die Zebras Nikola Bilyk, René Toft Hansen und Domagoj Duvnjak (von links) durch.

Quelle: imago

Kiel/Barcelona. Doch so klar wie vor dem letzten Vorrunden-Heimspiel der aktuellen Saison am Sonntag (19.45 Uhr, Sparkassen-Arena) waren die Vorzeichen selten. Keine Spur von Augenhöhe: Die Spanier um die ehemaligen Zebras Filip Jicha und Wael Jallouz führen die Gruppe A mit 22 Punkten an, der THW liegt mit elf Punkten auf Rang fünf. „Es wird super schwer, für Barcelona geht es um den Gruppensieg und damit den direkten Einzug in das Viertelfinale“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason.

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Schon das Hinspiel, das der FC im Palau Blaugrana mit 26:25 für sich entschied, hatte all das Drama, das diesen Klassiker ausmacht. Gonzalo Perez de Vargas (17 Paraden) und Andreas Wolff (16) im Tor schenkten sich nichts, Domagoj Duvnjak zeigte ein Weltklasse-Dirigat, hielt das Zebra-Orchester zur Pause (13:10) und bis zum 17:14 (40.) lange auf der Siegerstraße, ehe es in der Schlussphase hektisch wurde, den slowenischen Unparteiischen die Partie entglitt, der THW nicht belohnt wurde. „Wir waren die bessere Mannschaft, aber dennoch sind wir jetzt ganz berechtigt nur Fünfter“, so Gislason. Gleich nach dem Aufeinandertreffen im Oktober machte sich Zebra-Trotz breit, sagte Routinier Christian Zeitz: „Ich freue mich auf das Rückspiel. Mal sehen, ob die Schiedsrichter da auch so pfeifen.“

 März 2017, die Katalanen wollen direkt in die Runde der letzten Acht. Paris oder Barcelona, nur der Gruppensieger erspart sich die Zwischenstation Achtelfinale. Und der FC will noch mehr, träumt von „La Decima“, dem zehnten Landesmeister-Titel in der Vereinsgeschichte. Das würde auch der ohnehin mega-imposanten Karriere von Filip Jicha zusätzlichen Glanz verleihen. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und einer jungen, starken, wilden Generation“, sagt der 34-jährige Tscheche und schwärmt vom „Teamspirit“ im Team von Xavi Pascual. Das bezieht heute sein Quartier an der Förde im Hotel Atlantic, absolviert am Sonntagmorgen eine letzte Trainingseinheit in der Sparkassen-Arena und brachte sich mit einem 38:28 gegen BM Benidorm in der Liga Asobal schon einmal in Laune.

 Mit vier Treffern beteiligte sich Jicha am Torreigen. Der ehemalige Zebra-Kapitän steht nach seiner dritten Operation seit seinem Wechsel 2015 nach Spanien wieder auf dem Feld. „Ich kann meine Erfahrung, meine Übersicht und meine Leidenschaft für die Mannschaft einbringen. Aber den explosiven Filip Jicha in Schwarz-Weiß, den wird es nicht mehr geben.“ Die aktuelle Ergebniskrise des THW Kiel verfolgt Jicha genau: „Der THW Kiel befindet sich in einem Umbruch. Ich leide und freue mich immer noch mit den Kielern.“ Zu behaupten, der THW sei nicht mehr Weltklasse, hält Jicha für „nicht fair“. „Seit der perfekten Saison 2011/2012 wurde der Verein komplett umstrukturiert. Da müssen alle viel Geduld haben, auch die Fans, die natürlich am meisten leiden mit ihrem Lieblingsverein. Es kommen auch wieder sehr gute Zeiten. Wenn nicht in Kiel, wo sonst?“ Am Sonntag jedenfalls müsse „alles klappen“, wollen die Spanier gewinnen. „Das war damals so, und das ist immer so“, sagt Jicha, für den die Rückkehr in die Kieler Arena „eine Riesensache“ ist.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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