14 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Erfolg mit niederländischen Millionen

Nächster Gegner Kielce Erfolg mit niederländischen Millionen

In der Bundesliga läuft es für den THW Kiel momentan überhaupt nicht rund, und ausgerechnet jetzt kommt in der Handball-Champions-League ein Kracher nach dem anderen auf die Zebras zu. Am Sonntag (18.30 Uhr) sind die Kieler beim polnischen Titelkandidaten Vive Kielce zu Gast.

Voriger Artikel
Fans fordern personelle Konsequenzen
Nächster Artikel
THW Kiel kassiert nächste Niederlage

Die zwei führenden Verantwortlichen beim polnischen Spitzenklub Vive Kielce: Investor Bertus Servaas (li.) und Trainer Talant Dujshebaev.

Quelle: imago/Sportsword

Kiel. Die erste Überraschung in den Topgruppen der neuen Königsklassen-Saison gab es schon am ersten Spieltag: Vive Kielce, Champions-League-Sieger von 2016, verlor sein Eröffnungsmatch beim weißrussischen Vertreter Meshkov Brest mit 25:28 (11:15). Dabei zählt der polnische Abonnementmeister aus der 200000-Einwohner-Stadt zwischen Warschau und Krakau zum mindestens erweiterten Favoritenkreis auf den großen europäischen Wurf.

„Das ist kein Drama“, sagte Kielces Trainer Talant Dujshebaev. Der im heutigen Kirgisistan geborene Spanier ist seit 2014 Trainer des polnischen Spitzenklubs, war zwischenzeitlich auch polnischer Nationaltrainer. Als Spieler Olympiasieger, Weltmeister, zweifacher Welthandballer und bei der Wahl zum Welthandballer des Jahrhunderts nur hinter dem Kieler Magnus Wislander einsortiert, als Trainer unter anderem vier Mal Champions-League-Sieger (drei Mal mit Ciudad Real) – Dujshebaev ist einer der großen Namen der Handballwelt. Und das trifft nicht nur auf den Vornamen Talant zu.

Skopje soll zur nötigen Wucht verhelfen

Trainersohn Alex Dujshebaev ist der namhafteste Neuzugang in Kielce, der spanische Nationalspieler kam im Sommer vom amtierenden europäischen Titelträger Vardar Skopje, soll dem rechten Rückraum zur nötigen Wucht verhelfen. Sohn Nummer zwei, Daniel, wurde bereits aus Valladolid verpflichtet, aber zunächst nach Celje ausgeliehen.

Den nach Melsungen abgewanderten deutschen Europameister Tobias Reichmann ersetzt auf der Rechtsaußen-Position das slowenische Top-Talent Blaz Janc, der vom RK Celje nach Kielce wechselte. Im linken Rückraum soll der Kroate Marko Mamic (von US Dunkerque) den Abgang von Piotr Chrapkowski nach Magdeburg kompensieren. Solche Transfers sind vor allem durch das großzügige Mäzenatentum des Niederländers Bertus Servaas möglich, der Inhaber des polnischen Textilrecycling-Unternehmens Vive übernahm den Klub im Jahr 2002.

Ziel: Anschluss an die europäische Spitze

Neben den Neuzugängen sollen die Routiniers um Torhüter Slawomir Szmal, in Personalunion Sportdirektor der Sportschule Kielce, Julen Aguinagalde, Uroš Zorman und prägende Gesichter des polnischen Handballs wie Michal Jurecki, Karol Bielecki und Krzysztof Lijewski den Anschluss an die europäische Spitze sicherstellen. Vive Kielce stellt mit einem Altersschnitt von 29,2 Jahren das älteste Team der Königsklasse (THW: 26,5/Platz zehn). In den vergangenen Jahren klappte das hervorragend, das musste auch der THW Kiel erfahren. Von acht Spielen gegen die Polen verloren die Zebras vier, auswärts gab es gar nur einen Sieg in vier Anläufen. Es gibt angenehmere Auswärtsspiele als die im 4200 Fans fassenden Hexenkessel von Kielce.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten: THW Kiel 2/3