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Königsklassen-Start gegen Paris

THW Kiel Königsklassen-Start gegen Paris

Mit Rückenwind in die Königsklasse: Nach dem 29:26-„Charaktertest“ (Torwart Niklas Landin) gegen Leipzig startet der THW Kiel am Sonntag (17.15 Uhr) in die neue Champions-League-Saison. Same procedure as last year: Wie schon in der Vorsaison heißt der Auftaktgegner wieder Paris Saint-Germain.

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Gegen Leipzig spielte THW-Spielmacher Miha Zarabec endlich befreit auf. THW-Trainer Alfred Gislason: „Das war sein Durchbruch, am Ende ist er explodiert.“

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Da war doch was? Genau, nämlich Paris, Sinnbild für die verkorkste Spielzeit des dreimaligen Königsklassen-Champions aus Kiel, der sich im März an der Seine mit 24:42 abschlachten ließ. Diese Niederlage ging als höchste in die Europapokal-Historie des THW ein, der in dieser Saison nun seinen Umbruch abgeschlossen hat. Dennoch, der Weg ins Final Four am 26. und 27. Mai 2018 in Köln ist weit. Mehr als in Gruppe B geht eigentlich nicht: 2016-Sieger Kielce, Paris, Veszprem, die SG Flensburg-Handewitt, dazu neben den Zebras noch Aalborg, Celje, Brest. „Wir spielen wieder in einer unglaublich starken Gruppe“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. Für den Isländer gibt es nur einen „Titelfavoriten Nummer eins“, und das ist das Star-Ensemble aus der französischen Hauptstadt mit seinem 15-Millionen-Saisonetat.

Nach den 172 Gruppenspielen (von 204 insgesamt) schaffen die beiden Gruppensieger aus den Gruppen A und B direkt den Sprung ins Viertelfinale, die Zweit- bis Sechstplatzierten spielen im Achtelfinale. Insgesamt werden 3,58 Millionen Euro an die 28 Teilnehmer ausgeschüttet. Nach 60000 Euro Startprämie, 30000 Euro für das Erreichen der K.o.-Phase und 45000 Euro für den Sprung ins Viertelfinale winken dem Finalsieger in Köln schließlich 500000 Euro Prämie, so dass für den Cup-Gewinner ein maximaler Saisongewinn in Höhe von 665000 Euro möglich ist. Zum Vergleich: Allein für ein Unentschieden in der Gruppenphase der Fußball-Champions-League werden 500000 Euro ausgeschüttet, der Finalsieger darf sich über 15,5 Millionen Euro freuen.

Paris will den Pokal jedenfalls im dritten Köln-Anlauf in die Höhe stemmen. „Natürlich wollen wir in dieser Saison die Trophäe gewinnen“, sagt PSG-Manager Bruno Martini, neben Serdarusic, Co-Trainer Noka Serdarusic, Karabatic und Daniel Narcisse noch so einer mit Kiel-Vergangenheit, wenn auch nur aushilfsweise ein paar Monate im Tor am Ende der Saison 2008/2009. Oder wird auch am Ende dieser, der 25. Champions-League-Saison, wieder eine Überraschungs-Mannschaft die Kritiker verblüffen, sich zum König der Handballer krönen, so wie 2013 der HSV, 2014 Flensburg-Handewitt, 2016 Kielce oder in diesem Jahr Vardar Skopje? Am Sonntag jedenfalls ist Paris, in der heimischen 14er Liga ungleich weniger gefordert, haushoher Favorit. „Die Vorfreude auf die Champions League ist groß, besonders vor einem Spiel gegen Paris. Wir wollen unbedingt wieder nach Köln“, sagt Niklas Landin.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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