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Letzter Vorhang für die Zebras

THW Kiel Letzter Vorhang für die Zebras

Der letzte Vorhang: Am Sonnabend wollen sich die Zebras des THW Kiel von ihren Fans verabschieden. Das Motto für das letzte Heimspiel gegen den HC Erlangen (19 Uhr) lautet: „Danke, weiße Wand!“ Blazenko Lackovic, Ilija Brozovic und Christian Sprenger sollen gebührend gefeiert werden.

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Manchmal sogar ein Herz und eine Seele: Zwölf Jahre lang trainierte Alfred Gislason (links) Christian Sprenger beim SC Magdeburg und zuletzt acht Jahre lang beim THW.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel. Anschließend will sich die komplette Zebra-Herde im Umlauf der Sparkassen-Arena und auf den „Terrassen“ an der Halle unter das Volk mischen und zu Musik und Bier die Spielzeit ausklingen lassen. So weit, so gut. Schon jetzt blicken Alfred Gislason und seine Mannschaft mit aktuell 49:15 Punkten auf die schlechteste Bundesliga-Ausbeute seit der Saison 2002/2003 (Platz 6/40:28 Punkte). Und der dritte Rang könnte sogar noch in Gefahr geraten, wenn der THW die verbleibenden Partien nicht gewinnt. Kein Wunder, dass Gislason jegliche Abschiedszeremonie als „nebensächlich“ vom Tisch wischt. „Die Aufgabe wird nicht leicht. Ich erwarte, dass alle bis zum Umfallen kämpfen und ihre Aktionen im Angriff besser vorbereiten als zuletzt in Mannheim.“ Die Frage, so Gislason, sei momentan: „Haben wir ohne Domagoj Duvnjak die nötige Qualität, oder haben wir sie nicht?“ Zuletzt konnte seine Mannschaft eine positive Antwort kaum erbringen. Immerhin, Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries konnte am Freitag sowohl bei Linksaußen Rune Dahmke (Achillessehne) als auch bei Steffen Weinhold (leichte Adduktorenzerrung) Entwarnung geben. Beide können spielen.

Also erst einmal Anspannung statt Abschied gegen einen Aufsteiger um Ex-Zebra Nikolas Katsigiannis und Zebra in spe Ole Rahmel, der sich anschickt, zum besten Aufsteiger des Jahrzehnts zu avancieren. Rahmel wird beim THW in der kommenden Saison den 34-jährigen Christian Sprenger ersetzen, der auf die Trainerseite wechselt. Zudem wird Sprenger THW-Jugendkoordinator und will in seinem letzten Heimspiel in der Kieler Arena nach acht Jahren, 400 Pflichtspielen und 811 Toren unbedingt die zwei Punkte einsacken. „Mein nächstes Leben als Jugend-Koordinator ist geregelt, jetzt will ich mich voll auf die zwei Partien konzentrieren. Im Moment ist es schwer für uns, die wichtigen Ausfälle zu kompensieren. Aber trotzdem dürfen wir natürlich nicht so den Kopf verlieren.“

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