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Ohne Santos gegen Coburg

THW Kiel Ohne Santos gegen Coburg

Premiere und (voraussichtlicher) Abschied zugleich: Zum ersten Mal gastiert der HSC 2000 Coburg am Sonntag (17.15 Uhr) in der Kieler Sparkassen-Arena – für den designierten Absteiger könnte es das vorerst letzte Mal sein. Die Zebras müssen derweil den Ausfall von Raul Santos verkraften.

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Abschied aus der Ersten Bundesliga: Im Hinspiel traf der ehemalige Kieler Lukas Wucherpfennig (rechts) dreimal gegen den THW Kiel, bezwang in dieser Szene THW-Keeper Niklas Landin.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Gewinnt der THW Kiel das Duell gegen Coburg, wäre das Team von Trainer Jan Gorr am Tabellenende auch rechnerisch nicht mehr zu retten. THW-Coach Alfred Gislason findet das „schade“: „Coburg ist ein sympathischer Verein und hat einen sympathischen Trainer.“ Doch nach dem guten Start mit einem 25:20-Sieg in Melsungen sei der HSC „nicht mehr richtig in Tritt“ gekommen. Mit 11:49 Punkten liegen die Coburger mittlerweile abgeschlagen auf Rang 18.

Die Zebras plagen derweil andere Sorgen. Zum Beispiel die 25:34-Bankrotterklärung vor zehn Tagen in Leipzig. „Noch nicht verdaut“, lautet Alfred Gislasons knappe Antwort am Freitag, an dem der Isländer seiner Mannschaft nach einer kraftraubenden Trainingswoche frei gegeben hat. „Wir haben schlecht gespielt, die Abwehr war kaum vorhanden.“ Immerhin, der Punktverlust der Füchse Berlin gegen Magdeburg (25:25) bescherte dem THW wieder die besseren Karten im Kampf um Platz drei und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League. „Auf jeden Fall müssen wir aber auf uns schauen und von den verbleibenden vier Spielen drei gewinnen.“

Saison-Aus für Raul Santos

Erschwert wird dieses Vorhaben durch einen erneuten Ausfall. Nach Kapitän Domagoj Duvnjak (Knie-OP) und René Toft Hansen (Schambeinentzündung) fällt nun auch Linksaußen Raul Santos bis zum Saisonende aus. Der 24-jährige Österreicher muss erneut am im Januar 2016 genähten, damals gerissenen Außenmeniskus im linken Knie operiert werden und kommt schon am kommenden Dienstag unters Messer.

Der Aufsteiger aus Coburg bezieht heute sein Quartier im Sporthotel Avantage in Wellsee, reist nach der Begegnung gleich wieder ab. Für Youngster Lukas Wucherpfennig ist der Duell mit dem Kieler Giganten das „Saison-Highlight“. 2014 feierte der heute 21-Jährige in Schwarz-Weiß sein Bundesliga-Debüt. Kein Wunder, dass der Rechtsaußen, der in Preetz geboren wurde, auf den Auftritt in Kiel brennt: „Das war das erste, was ich nachgeguckt habe, als der Spielplan rauskam: Wann spielen wir in Kiel?“

Die Lage am Tabellenende sieht Wucherpfennig, der im Hinspiel vor den frenetischen Coburger Fans dreimal traf, realistisch: „Wenn wir durch eine Niederlage in Kiel rechnerisch endgültig abgestiegen sind, ist das natürlich besonders ärgerlich – aber es war schon vorher sehr schwer, noch unten rauszukommen. Wir sollten jetzt einfach alle Spiele, die wir noch in der Bundesliga haben, genießen und danach das Projekt HSC in der Zweiten Bundesliga wieder neu aufbauen.“

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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