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Verderben die Zebras den Löwen den Spaß?

THW Kiel Verderben die Zebras den Löwen den Spaß?

Das gab’s in dieser Saison schon dreimal: Am Mittwochabend (20.45 Uhr/Sport1) trifft der THW Kiel in der Handball-Bundesliga in Mannheim auf die Rhein-Neckar Löwen. Bisher steht es 2:1 für den Titelverteidiger, die eine Hand bereits an der Meisterschale haben.

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"Wir sind nah dran am Titel": Löwen-Rückraumspieler Kim Ekdahl du Rietz.

Quelle: dpa

Kiel. Die Badener gewannen in Kiel sowohl das Liga-Hinspiel (29:26) als auch das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League (25:24). Aber: Im Rückspiel spuckten die Zebras dem Kontrahenten noch in die Suppe, entschieden es mit 26:24 für sich, zogen ins Viertelfinale ein. Avanciert das dezimierte Ensemble von THW-Coach Alfred Gislason heute erneut zum Spielverderber?

Drei Punkte Vorsprung auf die SG Flensburg-Handewitt haben die Löwen seit dem 23:21 am Sonntag in Flensburg. Nur ein Kieler Sieg in der mit 13200 Zuschauern natürlich ausverkauften SAP Arena könnte das Titelrennen wohl noch einmal offen gestalten. Alfred Gislason kümmert das nicht: „Das ist nicht unsere Sache, Flensburg hatte es selbst in der Hand. Wir fahren locker dorthin, wollen etwas holen.“ Etwas holen, um Platz drei und die erneute Champions-League-Teilnahme zu festigen. Am Dienstagnachmittag um 16:43 Uhr kam die Kieler Crew mit dem ICE77 in Mannheim an, absolvierte am Abend das Abschlusstraining vor dem Bundesliga-Spitzenspiel.

Aber sind die Zebras überhaupt in Spitzenverfassung? Raul Santos, der am Dienstag erfolgreich von THW-Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries am Meniskus operiert wurde, hat die Fahrt nach Mannheim ebenso nicht angetreten wie Kapitän Domagoj Duvnjak (Knie-OP) und René Toft Hansen (Schambeinentzündung). Linkshänder Steffen Weinhold (Oberschenkelzerrung) ist dabei, hinter einem Einsatz stand am Dienstag jedoch noch ein Fragezeichen. Hinzu kommt die mentale Müdigkeit, die sich zuletzt beim 25:34 in Leipzig sowie beim glücklichen 28:26 gegen Absteiger Coburg Bahn brach. Hatten die Trainingseinheiten zwischen beiden Partien noch für offensichtliche Erschöpfung gesorgt, hofft der isländische THW-Trainer heute auf einen positiven Effekt der Bemühungen. „Wir müssen einfach besser spielen. Gegen die vermeintlich schlechteren Gegner spielen wir sehr viel schlechter. Das ist schade und bereitet mir Sorgen. Das liegt auch daran, dass die stärkeren Gegner Handball spielen wollen, die schlechteren spielen ihre Angriffe lange aus. Damit kommen wir nicht klar.“

Für Gislason wären die Löwen ein „verdienter deutscher Meister“. „Die Mannschaft ist erfahren, eingespielt, mehrere Spieler haben auf Olympia und Weltmeisterschaft verzichtet. Das ist auch ein wichtiger Unterschied zu uns.“ Rückraum-Linkshänder Marko Vujin gibt sich dennoch kampfeslustig: „Viele denken jetzt wie vor dem Champions-League-Rückspiel, dass wir in Mannheim sowieso keine Chance haben. Aber jedes Spiel ist ein anderer Film. Wir wollen natürlich zwei Punkte holen.“

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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