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Zebra-Odyssee bis ans Ende der Welt

THW Kiel Zebra-Odyssee bis ans Ende der Welt

Eine Tour wie nach Brest in Weißrussland haben auch die international erfahrenen Zebras nicht häufig auf der Agenda. Mindestens genauso strapaziös wie die Reise an sich waren Planung und Organisation, die vor allem auf den Schultern von THW-Geschäftsstellenleiterin Sabine Holdorf-Schust lasteten.

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Die Reiseroute der Zebras am Freitag.

Quelle: Lina Schlapkohl

Kiel. Zunächst hatte der THW Kiel ein Charterflugzeug gebucht, wäre heute vom dänischen Sonderburg direkt nach Brest geflogen. Doch nach fast zwei Monaten Planungsaufwand flatterte dem Klub am Montag aus Weißrussland die Nachricht ins Haus, dass der Flughafen wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Nach Stress und Schweiß stand am Mittwoch der neue, endgültige Reiseplan fest. Und der geht so: Freitag, 7.30 Uhr: Abfahrt in Richtung Flughafen Hamburg. 11 Uhr: Flug nach Minsk via Frankfurt. 19.05 Uhr: Ankunft in der weißrussischen Hauptstadt (Ortszeit, MEZ +2). Anschließend Fahrt nach Brest, voraussichtliche Ankunft: 1 Uhr. Sonnabend 19.30 Uhr Ortszeit: Anpfiff. Puh!

Hinzu kommen die Einreiseformalitäten. Zwar ist seit Februar eine visa-freie Einreise über den Flughafen Minsk möglich – doch die Zebras wollten ja eigentlich direkt nach Brest fliegen. Also mussten die Spieler ihre Reisepässe abgeben, THW-„Mann für alles“ Harald Stenzel brachte sie zur weißrussischen Botschaft nach Berlin und holte sie eine Woche später mit dem eingeklebten Visum wieder ab. Gerade noch rechtzeitig, damit die Kieler Nationalspieler mit Ausweisdokument zu den Länderspielen der vergangenen Woche aufbrechen konnten.

Schreckliche Reise für den THW Kiel

„Diese Reise wird vielleicht schwerer als ein Spiel“, sagt THW-Kreisläufer René Toft Hansen. Christian Dissinger spricht von einer „schrecklichen Reise“, die er für das Vorbereiten einer Uni-Präsentation (Dissinger studiert Sportmanagement und Marketing am Johan Cruyff Institute Barcelona, d. Red.) nutzen will. „Die Spiele gegen Brest und Celje werden für uns entscheidend sein“, so der Rückraumspieler.

THW-Trainer Alfred Gislason liegt die fehlende Vorbereitung zwischen Eulen-Sieg und Brest-Auftritt schwer im Magen. „Es ist ungewöhnlich, dass wir nicht einmal mehr ein Training vor dem Spiel haben.“ Frühstück, Videostudium, Spiel: Viel Zeit bleibt nicht. Optimistisch ist der Isländer dennoch, will auch ohne die erkrankten Lukas Nilsson und Niclas Ekberg gegen die „abgezockten Weißrussen, die einen russisch-spanischen Stil spielen“, womöglich wieder auf seine 3:2:1-Deckung setzen: „René Toft Hansen ist schwer im Kommen, Christian Dissinger wird immer besser. Das wird eine Option.“

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