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Zebras wollen ins Viertelfinale

THW Kiel Zebras wollen ins Viertelfinale

Endspielatmosphäre: Im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions-League wollen die Zebras des THW Kiel am Donnerstag (19 Uhr) bei den Rhein-Neckar Löwen das 24:25 aus dem Hinspiel aufholen. Es reicht ein Sieg mit zwei Toren Differenz oder ein knapper Ein-Tore-Vorsprung mit 26 oder mehr Treffern.

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Die Zebras des THW Kiel am Mittwoch im ICE auf dem Weg nach Mannheim.

Quelle: I. Brozovic

Kiel. Ein Blick auf die K.o.-Historie der Kieler macht ein gutes Gefühl, insgesamt sind die Voraussetzungen jedoch durchwachsen. Einerseits: Zwölfmal konnte der THW Kiel auf europäischer Bühne einen Hinspiel-Rückstand drehen, allerdings jedes Mal im Rückspiel in eigener Halle. Zum Beispiel in der Vorsaison, als der spätere Halbfinalist dem 29:33 bei Pick Szeged ein 36:29 in der Sparkassen-Arena folgen ließ. Ein Aus im Achtelfinale der Königsklasse gab es noch nie. Andererseits: Eine Hinspiel-Pleite in eigener Halle konnten die Zebras noch nie drehen. Nicht 1984 im Europapokal der Landesmeister im Viertelfinale gegen den jugoslawischen Kontrahenten Metaloplastika Sabac (20:22 im Hinspiel/23:26 im Rückspiel), nicht 1999 im Champions-League-Viertelfinale gegen Portland San Antonio (21:24/27:26) und auch nicht in der Runde der letzten Acht 2006 gegen die SG Flensburg-Handewitt (28:32/34:32).

Das Team von Alfred Gislason ist in K.o.-Spielen gestählt, kann dem mentalen Druck im Normalfall standhalten. Im Normalfall? Kapitän Domagoj Duvnjak (Patellasehne/Einsatz nahezu ausgeschlossen) und Steffen Weinhold (Nackenmuskulatur/Restchance auf einen Einsatz) fallen voraussichtlich aus. Ob Kreisläufer René Toft Hansen wird eingreifen können, entscheidet sich erst heute im Abschlusstraining. „Brozovic und Lackovic haben gut gedeckt in Hannover. Aber ich wünsche mir natürlich, dass René dabei sein kann. Die 6:0-Deckung mit ihm ist ein Riesenunterschied“, sagte Alfred Gislason am Mittwoch während der Fahrt im ICE nach Mannheim. Mit an Bord waren alle Akteure, auch die Verletzten – einer für alle, alle für einen.

Vujin: "Chancen stehen 50:50"

Die Chancen stehen, so Marko Vujin, „50:50“. „Es wird auf die Taktik und auf den Kopf ankommen. Wenn es ab der 50. Minute noch eng ist, ist alles möglich“, so Lackovic. Er weiß, wovon er redet. 2005 unterlag der Kroate mit der SG Flensburg-Handewitt im Viertelfinale mit 14 Toren Differenz (22:36) in Montpellier. Dennoch avancierte das Rückspiel zu einem Mega-Thriller, die SG lag lange Zeit mit 14 Toren in Führung und unterlag am Ende mit 19:32 und schied aus. Aber so etwas ist selbst dem THW noch nie passiert.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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