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THW Kiel bezwingt Die Eulen Ludwigshafen

Zebras punkten mit 28:21 THW Kiel bezwingt Die Eulen Ludwigshafen

Rekordmeister THW Kiel setzte seinen Aufwärtstrend fort. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason gewann gegen Die Eulen Ludwigshafen mit 28:21 (13:12). Der Favorit hatte in der ersten Halbzeit allerdings Probleme mit dem quirligen Aufsteiger.

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Ole Rahmel kommt frei zum Wurf, dahinter Jonathan Scholz.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Die Eulen gerupft, zwei Punkte zur Nacht – einer kurzen – gesammelt. Der THW Kiel hat am Donnerstagabend in der Handball-Bundesliga die Pflichtaufgabe Eulen Ludwigshafen souverän mit 28:21 (13:12) gelöst. Kein Spiel wie ein Gedicht. Eher eines wie ein bodenständiger Richtspruch – je vorgerückter die Stunde desto trunkener die Gäste.

So richtig handballtrunken und verwöhnt werden die 10285 in der Sparkassen-Arena beim Auftritt ihrer Zebras gegen den eulentypisch kraftvollen Aufsteiger jedoch erst nach der Pause. Während der ersten 30 Minuten: ein zähes Unterfangen mit „Sand im Getriebe“ (Andreas Wolff). Von der 3:2:1-Deckung als Probelauf für den Königsklassen-Auftritt in Weißrussland am Sonnabend sieht THW-Coach Alfred Gislason nach knapp 20 Minuten wieder ab – zu löchrig, zu wenig beweglich. Mit der defensiveren 6:0 läuft es besser, nach 21:45 Minuten erst erzielt Rune Dahmke per Tempogegenstoß die erste Kieler Führung zum 10:9. So wechseln sich Minute für Minute Schönheit und Schlendrian ab, zeigen sich die Kieler angestrengt gegen die Ludwigshafener Deckung mit einem vorgezogenen Patrick Weber, der die Kreise des Rückraums stört, und einem von Gunnar Dietrich dirigierten, nicht eben zimperlichen Riegel dahinter. Auf den Schlendrian (Christian Dissinger vorbei am leeren Tor/23.) folgt zum Glück doch immer wieder Schönheit wie beispielsweise Dahmkes Traum-Dreher zum 12:11 (29.).

Man muss also nur lange genug aushalten, dann wird das Auge belohnt. Nach der Pause sowieso. René Toft Hansen gibt einen Tag nach seinem 33. Geburtstag den Block-Spezialisten, die freien Verworfenen gegen Eulen-Keeper Kevin Klier sparen sich die Kieler jetzt auch und setzen sich bis zum 17:13 (39.) konsequent ab, als Dahmke fein auf Linksaußen freigespielt wird. So richtig feierlich wird es zwischen dem 18:15 (41.) und 23:15 (47.). Andreas Wolff kommt für einen Siebenmeter ins Tor (42.), hält gegen Alexander Feld, darf bleiben und lässt erst einmal gar nichts mehr durch. Vorbei ist der Schlendrian! Das Umschaltspiel klappt, Patrick Wiencek trifft jetzt auch das leere Tor (23:15/47.), die Außen Ole Rahmel und Emil Frend Öfors dürfen ab Mitte der Halbzeit auch mitmischen – und vor allem Selbstbewusstsein tanken. Rahmel läuft Gegenstöße, Öfors trifft von außen, und würden die THW-Akteure nach dem 28:18 (56.) nicht noch reihenweise den eingewechselten Roko Peribonio warmschießen, es wäre ein echtes Handball-Fest.

Ein Fest, bei dem Eulen-Coach Benjamin Matschke („Der Druck war maximal, das ist eben der Lernprozess“) nicht von einem Sieg ausgegangen war. Alfred Gislason zeigt sich vor der kurzen Nacht bis zum frühen Start am Freitag gen Weißrussland zufrieden: „Nach der Umstellung war die Abwehr stabiler. Nach der Pause lief es flüssig. Ein ordentliches Spiel, die Tendenz ist weiter steigend.“


THW Kiel – Eulen Ludwigshafen 28:21 (13:12)

THW Kiel: Landin (1.-42. Minute/8 Paraden), Wolff (ab 42./9 Paraden, ein Tor) – R. Toft Hansen, Firnhaber, Weinhold 2, Dissinger 1, Wiencek 1, Ekberg 8/3, Zeitz n.e., Frend Öfors 2, Rahmel 2, Dahmke 4, Zarabec, Vujin 2, Bilyk 4, Nilsson 1.

Die Eulen Ludwigshafen: Klier (1.-52. Minute/8 Paraden), Peribonio (ab 52./4) – Stüber, Egelhof n.e., Dietrich 1, Scholz 2, Haider 3, Feld 3/2, Falk 2, Durak 1, Bührer, Weber 2, Dippe 1, Schmidt 6.

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Bochum) – Strafminuten: THW 6 (Dahmke, Wiencek, Weinhold), Eulen 10 (2x Dippe, 2x Stüber, Durak) – Siebenmeter: THW 4/3 (Ekberg scheitert an Klier), Eulen 5/2 (Landin pariert Durak, Wolff pariert Feld, Bührer vorbei) – Spielfilm: 0:2, 2:2, 2:4 (6.), 5:5, 6:6 (11.), 6:8, 8:9 (21.), 11:9, 11:11 (28.), 13:12 – 16:12, 17:15 (41.), 23:15 (47.), 24:17, 27:17 (53.), 28:21 – Zuschauer: 10285 in der Kieler Sparkassen-Arena.

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