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Revanche gegen die Mannschaft der Stunde

THW Kiel gegen die HSG Wetzlar Revanche gegen die Mannschaft der Stunde

Rekordmeister THW Kiel empfängt am Sonntag die HSG Wetzlar (15 Uhr, Sparkassen-Arena). Trainer Alfred Gislason sagte dazu im Vorfeld: „Ich hoffe, dass Andreas Wolff ein Faktor im Spiel wird.“

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THW-Trainer Alfred Gislason hofft, dass Torwart Andreas Wolff ein Faktor im Spiel wird.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. 6. September, zweiter Spieltag, Wetzlar, nur 48 Stunden waren seit dem ersten Spiel der noch jungen Handball-Bundesliga-Saison vergangen: Das tat weh, THW Kiel! Die Zebras unterlagen früh in der Saison mit 24:27 bei der HSG Wetzlar. Das schmerzt noch heute. „Mit den zwei Punkten mehr würde es heute anders aussehen in der Liga“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason vor dem Rückspiel in Kiel am Sonntag (15 Uhr, THW Liveticker auf KN-online).

 Zwei Spiele in drei Tagen, Christian Dissinger verletzt, Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic angeschlagen und im Rückraum zwei Youngsters (Nikola Bilyk und Lukas Nilsson), die sich erst seit zehn Tagen kannten – die Voraussetzungen für die Kieler in Wetzlar im September waren alles andere als gut. „Ich hatte gehofft, Duvnjak schonen zu können, aber dann musste ich ihn doch bringen“, erinnert sich Gislason. Doch all das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die HSG Wetzlar die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga ist.

 Das Team von Talentschmied Kai Wandschneider liegt aktuell auf Rang sechs (22:16 Punkte), siegte zuletzt im Hessenderby mit 27:22 gegen Melsungen, stellte mit Stefan Kneer und Evars Klesniks insbesondere eine sattelfeste Deckung. Und auch wenn THW- und Ex-HSG-Torwart Andreas Wolff (Gislason: „Ich hoffe, dass er ein Faktor im Spiel wird“) zurecht sagt, in Wetzlar seien in den vergangenen Jahren ebenso viele Spieler abgegeben wie geholt worden („Das ist Russisch Roulette“), so hat der HSG-Chefcoach doch auch in dieser Spielzeit wieder ein glückliches Händchen mit den Neuverpflichtungen und darüber hinaus mit verletzungsbedingten Notverpflichtungen bewiesen.

 Für den Halbrechten Joao Ferraz (Schulter-OP) und Linksaußen Maximilian Holst (Kreuzbandriss) kamen der Montenegriner Stefan Cavor und der Däne Kasper Kvist. Und auch Torwart Benjamin Buric (Velenje), der die Kieler im Hinspiel mit 20 Paraden entnervte, Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Philipp Weber (Leipzig) und der norwegische WM-All-Star Kristian Bjørnsen erwiesen sich als echte Verstärkung. Im Hessen-Derby konnte nach langer Verletzung auch der Ex-Leipziger Philipp Pöter sein Debüt im HSG-Dress feiern. Nur Vladan Lipovina ist nicht mehr dabei. Der Montenegriner, der im Hinspiel achtmal gegen seinen Ex-Kollegen Andreas Wolff und Niklas Landin getroffen hatte, folgte im Januar dem Ruf des Geldes aus Dubai.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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