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Franken ruft die Zebras

THW Kiel in Nürnberg Franken ruft die Zebras

Keine Zeit zum Durchatmen, weiter geht der wilde Ritt der Zebras durch den Oktober. Im neunten und letzten Spiel des Monats muss der THW Kiel auswärts beim HC Erlangen antreten. Das siebte Auswärtsspiel in den vergangenen 29 Tage wird am Sonnabend um 19 Uhr in Nürnberg angepfiffen.

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Gut drauf: Rechtsaußen Niclas Ekberg war zuletzt nicht nur ein Eckpfeiler des THW-Pokalerfolges in Magdeburg.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. „Erlangen steht gut da, es wird eine gute Atmosphäre in der Halle sein – alles in allem kein leichtes Spiel“, lautet die Einschätzung von THW-Trainer Alfred Gislason. Der Unterrang der Nürnberger Arena ist seit Wochen ausverkauft, der HCE öffnet daher wie schon beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams vor zwei Jahren sowie beim Weltrekord gegen TuSEM Essen (mit 8303 Zuschauern die meisten Fans bei einem Zweitliga-Handballspiel) die Zusatztribünen hinter den Toren. Drei von vier Heimspielen in dieser Saison gewann Erlangen, ist in der Tabelle auf Rang elf bester Aufsteiger. „Der HCE hat eine gute Mannschaft“, sagt Gislason. Dazu zählen nicht nur der vom THW zurückgekehrte Keeper Nikolas Katsigiannis oder der mit dem THW in Verbindung gebrachte Rechtsaußen Ole Rahmel. Die Rückraumspieler Nikolai Link und Nicolai Theilinger wurden von Bundestrainer Dagur Sigurdsson ins erweiterte Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele gegen Portugal und die Schweiz berufen, mit Isiaias Guardiola und Stanko Sabljic sammelten zwei Akteure bereits Champions-League-Erfahrung mit Veszprem und Zagreb. Dazu wechselte mit Spielmacher Michael Haaß ein sehr erfahrener Mann vom SC Magdeburg nach Erlangen.

 Der THW will nur auf sich schauen. „In Erlangen wird der Grundstein wieder der gleiche sein wie in Magdeburg: Aus einer guten Deckung mit starken Torhütern schnell nach vorne spielen“, sagte THW-Linkshänder Steffen Weinhold, für den die Partie in Nürnberg etwas Besonderes ist: Der gebürtige Fürther trug von 2003 bis 2007 das Erlanger Trikot, freut sich auf den Auftritt in Franken, bei dem seine Familie und viele Freunde vor Ort sein werden. Mit seinem Spiel in Magdeburg, als er auf der Mitte neben Christian Zeitz (Gislason: „Mit Zeitzi und Steffen wollte ich mehr Bewegung ins Spiel bringen“) und Domagoj Duvnjak agierte, war er nicht voll zufrieden. „Wir hätten das deutlich besser spielen können, insgesamt besser abschließen und mehr über die zweite Welle kommen sollen“, erklärte Weinhold. Dennoch: Unzufrieden ist man beim THW mit den vergangenen Spielen nicht. „Man kann immer was verbessern, aber insgesamt haben wir die letzten Male gut gespielt und müssen so weitermachen“, sagt Rechtsaußen Niclas Ekberg, der in Nürnberg eine ähnlich anspruchsvolle Partie wie in Magdeburg erwartet. „Auch der Plan des HCE wird sein, mit einer harten Abwehr und den Zuschauern im Rücken zu spielen“, sagt der Schwede.

 Und was sagt der HCE? Erstmal nichts. Der Aufsteiger schien in dieser Woche überfordert mit der Situation, am Donnerstagabend die Rhein-Neckar Löwen im Pokal zu Gast zu haben und zwei Tage später den Rekordmeister THW Kiel in der Bundesliga, die Presseabteilung und Ex-Kieler Katsigiannis reagierten entweder gar nicht oder ablehnend auf Presseanfragen. Für den ersten Teil hat sich diese Taktik nicht bewährt: Gegen die Löwen verlor Erlangen mit 23:29.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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