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Zebra-Note: Ungenügend

Nach 28:30 in Mannheim Zebra-Note: Ungenügend

Hält die Krise beim deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel an – oder hat die 28:30-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen sogar für eine Verschärfung gesorgt? Das Saisonziel Titelgewinn ist in wohl unerreichbare Ferne gerückt.

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Der THW Kiel verlor in Mannheim zu viele direkte Duelle, auch Miha Zarabec (re.) in der Rückraummitte. Ein Abschied von Trainer Alfred Gislason ist im Team kein Thema.

Quelle: Marco Wolf

Mannheim. Nach einem kämpferisch überzeugenden, spielerisch überschaubaren und insgesamt erneut zu fehlerhaften Auftritt mischte sich hinter vorgehaltener Hand sogar Mitleid in die Aussagen der Konkurrenz. Und bei den geschlagenen Zebras redete nun auch wirklich niemand mehr drumherum. „Momentan sind wir kein Meisterschaftsanwärter. Aber wir können ja jetzt nicht aufhören zu spielen", sagte Kreisläufer Patrick Wiencek. "Wir haben in letzter Zeit extrem viel gesprochen und hatten uns vorgenommen, nicht mehr so viele technische Fehler zu machen. Wir haben einfach nicht mehr das Selbstvertrauen wie vorher.“

Linksaußen Rune Dahmke erteilte der unentwegt dräuenden Diskussion um einen möglichen Rauswurf (oder Rücktritt?) von Trainer Alfred Gislason eine entschiedene Absage: „Die Diskussion um Alfred ist in der Mannschaft kein Thema. Wir sind eine Einheit, und wir wollen nicht, dass er geht. Der Unterschied zu den Top-Teams ist momentan, dass die nicht sofort Fehler machen, wenn sie ein bisschen in Rückstand geraten. Aber wir stehen auf der Platte, nicht Alfred.“ Gislason selbst beantwortete die Frage, ob er angesichts der Ergebniskrise irgendwann einem Rauswurf durch Rücktritt zuvorkommen werde, knapp mit „Nein“.

THW-Geschäftsführer Thorsten Storm sagte, die Kritik der vergangenen Wochen sei nicht spurlos an ihm vorbeigezogen. „Es ist schwierig, in einer handballverrückten Stadt wie Kiel mit dieser großen Fanbasis Ruhe zu bewahren, in der immer die maximalen Ziele ausgerufen werden. Im Moment werden im Verein alle kritisch hinterfragt. Ich selbst stehe auch für den sportlichen Bereich und muss mich der Kritik stellen. Manchmal ist das in diesen Tagen schon sehr heftig. Es ist doch logisch, dass sich die Kritik auf Alfred und mich fokussiert.“ Storm bremste wiederholt eine aufkommende Trainerdiskussion: „Der Trainer kann ja von Linksaußen die Bälle nicht selbst reinmachen. Im Moment steht er darum nicht zur Diskussion“, so Storm. Ob die Qualität des Kaders den Anforderungen genüge? Storm: „Die Frage kann man stellen. Im Moment tut er es nicht. Alle müssen eine Schippe drauflegen.“

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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