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Es geht schon wieder los

Vorbereitungsstart Es geht schon wieder los

Gut vier Wochen vor dem Supercup gegen Meister Rhein-Neckar Löwen ist der Rekordmeister und amtierende Pokalsieger THW Kiel in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Den Anfang machte die obligatorische Leistungsdiagnostik im Institut für Sportwissenschaft der Uni Kiel.

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Auch Neuzugang Emil Frend Öfors musste aufs Laufband – unter der Aufsicht von Dr. Jutta Noffz (li.) und Susanne Schümann am Institut für Sportwissenschaft der Uni Kiel.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel. Montag, 11 Uhr, Institut für Sportwissenschaft der CAU Kiel. Durch die Fenster scheint die Sonne herein, es ist warm. Ganz hinten, auf einem Laufband, läuft und schwitzt ein 1,98-Meter-Hüne, angeschlossen und verkabelt an zwei Monitore. „Ohne diese Maske wäre das alles viel einfacher“, schnaubt er. Nach drei Minuten ist Pause - Blutabnahme aus dem Ohrläppchen. Quälerei muss sein, das weiß auch Nikola Bilyk.

Der Österreicher ist einer der THW-Profis, die am Montag durch die Leistungsdiagnostik müssen. Bei der sogenannten „Spiroergometrie“ in Verbindung mit dem im Sport allseits bekannten Laktattest werden die Zebras auf Herz und Nieren geprüft – beziehungsweise auf Herz, Blut und Lunge. Drei Minuten Laufen, in einer kurzen Pause geht es den Ohrläppchen an den Kragen, dann wieder drei Minuten Laufen, die Geschwindigkeit steigt immer weiter, in Intervallen von knapp einem Stundenkilometer. Bei der Diagnostik geht es vor allem darum, wie jeder Profi später individuell am besten trainieren kann.

Oder wie die Werte im Vergleich zum letzten Jahr sind. Bei Bilyk sind die Änderungen gering. Dabei kommt er gerade aus dem Urlaub, hatte im vergangenen Jahr im Sommer extrem gearbeitet, um auf seine erste Vorbereitung unter Coach Alfred Gislason perfekt vorbereitet zu sein. „In diesem Sommer habe ich nicht ganz so viel gemacht wie im Jahr davor“, sagt er. Ein paar Hundert Gramm weniger wiegt er trotzdem – wie kommt das? „Vielleicht weil ich keinen Scheiß gegessen hab’“, sagt er schmunzelnd. Nicht mal Kaiserschmarren im Heimaturlaub war drin. „Ich habe nur einmal etwas Sachertorte gegessen“, erklärt der Österreicher.

„Alle, die bisher beim Test waren, sind fit“, sagt Dr. Noffz. „Man merkt, dass sie anderen Urlaub machen als unsereins.“ Doch auch mit dem anderen Urlaub ist es spätestens jetzt vorbei. Nach der Leistungsdiagnostik macht sich Bilyk auf den Weg nach Kronshagen, im Mare-Klinikum steht der nächste Test an, dort geht es um Beweglichkeit. „Klar ist die Vorbereitung immer anstrengend, aber ich freue mich darauf“, sagt Bilyk. „Wenn du das im Team angehst, macht das auch großen Spaß.“ Auch Linksaußen-Neuzugang Emil Frend Öfors bekam am Montag einen ersten Eindruck davon. Als der Schwede nach dem Test völlig entkräftet vom Laufband stieg, zeigte sein Landsmann Lukas Nilsson gleich, wo es beim THW lang geht: „Beeil dich – in einer halben Stunde müssen wir laufen!“

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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