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Steffen Weinhold: Nur ein Stück vom Zahn fehlt

Handball-EM Steffen Weinhold: Nur ein Stück vom Zahn fehlt

Nach dem Ausfall von Uwe Gensheimer übernahm Steffen Weinhold das Amt des Kapitäns in der Nationalmannschaft. Der 29-jährige Linkshänder ist aus dem Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nicht wegzudenken. Gegen Schweden wird er spielen - trotz einer Gehirnerschütterung.

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Ein Stück vom linken Schneidzahn fehlt, sein Einsatz ist nicht gefährdet: Steffen Weinhold.

Quelle: Sascha Klahn

Breslau. Steffen Weinhold ist mit den bis dato 82 Länderspielen der derzeit einzige deutsche Akteur mit dem Prädikat Weltklasse. Im Spiel gegen Spanien ging Weinhold nach einem Kopftreffer bewusstlos zu Boden. Am Sonntag gab er Entwarnung: Ein Stück vom Schneidezahn fehlt, hinzu kommt eine Gehirnerschütterung, aber der Kieler wird gegen Schweden spielen.

 Frage: Herr Weinhold, wie fühlt es sich an, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zu sein?

 Gut. Um genau zu sein: Genau wie vorher. So aufregend ist das Amt nicht. Uwe hat mir per SMS ein paar Tipps gegeben – es geht auch ganz viel um Kleinigkeiten. Ich wäre lieber nicht Kapitän und hätte dafür gegen Spanien gewonnen.

 Weinhold, Dahmke, Dissinger – rückt das Kieler Trio in Polen noch enger zusammen?

 Rune Dahmke und ich teilen uns bei der Nationalmannschaft ein Zimmer. In letzter Zeit war Christian Dissinger auch öfter bei uns. Ist doch cool, ich freue mich, wenn wir zu dritt noch mehr Zeit miteinander verbringen. Nach dem Spanien-Spiel waren wir nacheinander beim Physiotherapeuten. Das ist bei so einem Turnier immer so etwas wie der Gesellschaftsraum.

 Ziele haben Sie intern formuliert ...

 Erwartungshaltungen von außen interessieren mich nicht. Wir haben eine Erwartungshaltung an uns. Und natürlich wollen wir die Gruppe überstehen und möglichst mit einer guten Punkte-Basis in die Hauptrunde einziehen. Klar wollen wir Größtmögliches erreichen, aber man muss auch realistisch bleiben. Wir gehören nicht zu den Favoriten. Wir müssen jetzt die technischen Fehler abstellen und das Spiel gegen Spanien schnell aus den Köpfen bekommen. Aber enttäuscht war ich schon.

  Interview: Tamo Schwarz

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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