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Post aus Polen: Verrückte Fernsehwelt

Tag 10 Post aus Polen: Verrückte Fernsehwelt

Tag zehn in Breslau. Und Kattowitz. Und Krakau. Ich pendele von Highlight zu Highlight. Sieben Tage liegen noch vor mir. Das muss jetzt auch mal gesagt werden: Ich vermisse meine Familie.

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EM-Aus für Weinhold und Dissinger

 Tamo Schwarz berichtet für die Kieler Nachrichten von der Handball-EM in Polen.

Quelle: Uwe Paesler

Die ist im Handball-Fieber. Mein Sohn hat schließlich gegen den THW Kiel gewonnen. 16:8 für den Suchsdorfer SV. Also die Minis. Die deutschen Spiele verfolgen meine Frau, mein Sohn (6) und ungefragt auch die Baby-Tochter vor dem Fernseher. Eltern, Cousinen, Onkel, Tanten – der Handball elektrisiert die Massen. Das können nicht nur Fußball und Biathlon.

ARD und ZDF machen alles richtig, werden ihrem Auftrag nach zwei Jahren und einer handballfreien WM 2015 wieder gerecht. „Feel the emotions“ lautet der EM-Slogan. Nichts leichter als das, mit diesem mitreißenden deutschen Team. Knapp fünf Millionen Zuschauer waren es beim Ungarn-Coup (17,8 Prozent Marktanteil). Doch 2017 bei der WM in Frankreich wird das Öffentlich-Rechtliche wohl wieder in die Röhre gucken. Der katarische Rechteinhaber beIN beharrt darauf, die Austragung via Satellit zu verschlüsseln. „Nicht vorstellbar“, sagen ARD und ZDF, die unverschlüsselt senden. Es gibt 18 Millionen Sat-Haushalte in Deutschland. In einem in Suchsdorf ist das Handball-Fieber ausgebrochen. In welcher Handball-Welt leben wir eigentlich?

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Handball EM 2016 Polen
Handball EM 2016 Polen
Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

Foto: Kann seinen EM-Turnierauftakt am Sonnabend kaum erwarten: DHB- und THW-Akteur Steffen Weinhold.

Deutschland steht im Halbfinale: Was vor dem Turnier unglaublich erschien, hat sich die deutsche Mannschaft durch ihren unbändigen Auftritt erarbeitet. Nun geht es am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen den Ersten der Hauptrundengruppe 1, Norwegen. Und danach wissen wir mehr.mehr

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Tag 11
Foto: Jahrhunderthalle: Die sich vierfach verjüngende, freitragende Kuppelkonstruktion war die größte ihrer Zeit.

Ich sage: Dass die Deutschen heute in der Jahrhunderthalle von Breslau überhaupt Handball spielen, ist dem Russen zu verdanken. Dem Russen? Mein Kollege rät mir, ich solle nicht ihn behelligen, aber mein Angeberwissen bloß nicht dem Leser vorenthalten. Wozu sei denn meine „Post aus Polen“ sonst da? Mit Fotografen ist nicht zu spaßen.

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