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Post aus Polen: Ohne Regenbogen

Tag 1 Post aus Polen: Ohne Regenbogen

Während der EM gibt es täglich eine Kolumne aus Polen. Teil 1: Abgebogen – Auf die #roadtopoland. Mit dem Hashtag hat der Deutsche Handball-Bund immer wieder Lust gemacht auf die EM in Polen, und am Freitag habe auch ich mich auf den Weg nach Breslau gemacht.

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 Im Spiel verboten: Die Regenbogen-Binde von Schwedens Kapitän Tobias Karlsson.

Quelle: Sascha Klahn

Breslau. Das polnische Wroclaw, niederschlesische Hauptstadt mit 630000 Einwohnern, ist in diesem Jahr übrigens europäische Kulturhauptstadt.

Mit einem großen „Erwachen“ wird das Jahr am Wochenende eröffnet, Breslau gibt sich tolerant, weltoffen. Kunst, Kultur, Konzerte, ein kunterbunter Farbtupfer in einem Land, das derzeit wegen seines Rechtsrucks von sich reden macht. Das wird toll! Kunterbunt wollte auch der schwedische Kapitän (und Ex-Kieler) Tobias Karlsson seinen EM-Auftakt gestalten. Mit einer Regenbogen-Kapitänsbinde – die Regenbogenfahne gilt als internationales Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung – wollte der 34-jährige Abwehrchef ein „starkes Zeichen für Toleranz und Gleichbehandlung aller Menschen“. Und das im erzkonservativen Polen, wo Homophobie ein großes Problem ist. Das kam gut an. Zum Beispiel beim deutschen Kapitän Steffen Weinhold („Ich unterstütze ihn“), und anfangs auch beim europäischen Verband EHF.

Am gestrigen Freitag die Kehrtwende einer offenbar farbenblinden Turnierleitung: Die EHF teilte mit, dass die Spielführerbinde „als Teil des Trikotsatzes anzusehen“ sei und „eine oder mehrere Farben der jeweiligen Nation“ enthalten müsse. „Die EHF hindert uns daran, dafür einzutreten, wofür wir stehen“, reagierte Karlsson prompt. Dass die Schweden in Gelb und Blau auflaufen – zwei Farben des Regenbogens – spielt offenbar keine Rolle. Gemischte Gefühle auf der #roadtopoland.

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Handball EM 2016 Polen
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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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