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Duell mit dem Statistik-Freak

Weinhold über Andersson Duell mit dem Statistik-Freak

Vier Jahre lang spielte Steffen Weinhold mit Mattias Andersson in einer Mannschaft. Zwei in Großwallstadt, zwei in Kiel. Der deutsche Kapitän weiß über den schwedischen Keeper zu berichten, er sei ein Statistik-Freak, der sich „auch nach so vielen Jahren als Profi-Handballer noch akribisch auf jedes Spiel vorbereitet“.

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Der deutsche Kapitän weiß über den schwedischen Keeper (Foto) zu berichten, er sei ein Statistik-Freak, der sich „auch nach so vielen Jahren als Profi-Handballer noch akribisch auf jedes Spiel vorbereitet“.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Breslau. Weinhold erzählt grinsend die Geschichte von Anderssons Zetteln. Vielmehr eine ganze Zettelwirtschaft, in der der 37-Jährige Buch führt über jeden gegnerischen Spieler. Er zeichnet dort ein, wer wann und wie oft wohin wirft, läuft, vielleicht sogar schaut. Nur über die Schwächen des Schweden weiß Weinhold nicht so viel zu berichten. Wenn er, der am Sonnabend mit einer phänomenalen Leistung großen Anteil am 23:21-Sieg der „Tre Kronor“ gegen Slowenien hatte, welche habe, dann könnten es hohe Bälle sein. Heute Abend (20.30 Uhr/ARD) trifft Deutschland in Breslau auf Schweden, die trotzdem mehr sind als nur Mattias Andersson.

 Auch Rechtsaußen Niclas Ekberg vom THW Kiel gehört mit 27 Jahren zu den erfahreneren Spielern in einem stark verjüngten Ensemble. „Die Medien hatten uns doch vor der EM schon abgeschrieben“, sagt Ekberg. „Wir haben kaum Stars, aber die Stimmung in der Mannschaft ist gut.“ In Abwehr und Angriff wird Ekberg im direkten Duell auf seinen Kieler Kollegen Rune Dahmke treffen. „Ich freue mich, wir sind Freunde“, sagt der Schwede. Dahmke freut sich auch: „Ich sehe Niclas sonst ja nur von so weit weg.“

 Christian Dissinger macht sich jedenfalls keine Gedanken über Mattias Andersson im schwedischen Tor. 16:9 führten die Schweden gegen Slowenien zur Pause, machten dann bis zur 52. Minute (20:20) plötzlich nur noch vier Treffer, ehe Mattias Andersson den Triumph einleitete. „Er soll sich auf mich einstellen, nicht ich auf ihn“, sagt Dissinger gelassen. Und Nationaltorwart Andreas Wolff erinnert daran, dass der heutige Gegner mit Mikael Appelgren von den Rhein-Neckar Löwen auch noch einen weiteren Weltklasse-Keeper im Kader hat. Der spiele immerhin beim zweitbesten deutschen Klub, und Schweden habe eh eines der besten Gespanne der Welt zwischen den Pfosten. Und Mattias Andersson selbst? Freut sich auf ein „besonderes Spiel, ich wohne seit 15 Jahren in Deutschland, das wird ein Spiel gegen Freunde“. Die deutschen Schützen kenne er fast alle. „Wir sehen uns ja ständig in der Bundesliga. Ich habe fast alle im Kopf.“ Und dann sind da schließlich auch noch Anderssons Zettel. Vielmehr eine ganze Zettelwirtschaft, von der Montagabend in Gruppe C in Breslau viel abhängen könnte.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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