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Mensch und Tier im Einklang mit der Natur

30.Landesreitjagd Schleswig-Holstein Mensch und Tier im Einklang mit der Natur

Am 12. September war es wieder so weit: 61 Rotröcke auf ihren stolzen Holsteiner Pferden, dazu die Beagle-Meute aus Lübeck starteten bei herrlichen Spätsommerwetter zum zweiten Mal seit 2009 im Ostseebad Kellenhusen zu ihrer  Landesreitjagd. Dicht gedrängt standen die Zuschauer auf dem Deich und verfolgten  das Geschehen.

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Quelle: hfr

Lübeck. Doch zunächst mussten Pferd und Hund still stehen für einige  Ansprachen der Schirmherren und Ehrengäste, die. Bürgermeister Carsten Nebel  begrüßen konnte, wie Ministerpräsident Torsten Albig, der gemeinsam mit Ursula von der Leyen, vertreten durch Oberst Reinhardt Hassenstein, die Schirmherrschaft  übernommen hatte, Landrat Reinhard Sager, die Bürgermeister und Touristikvertreter der Ostseeregionen und Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein.

30 Jahre Brauchtum – 30 Jahre Tradition. Das ist die Jagdreiterei, ein Sport mit eigener Faszination. Mensch, Pferd und Hund müssen sich aufeinander verlassen  können, um zu dieser Erlebnistiefe und emonitionaler Befriedigung zu gelangen.

Das couragierte Vorwärtsgaloppieren bei der „Jagd in rot“ läßt die Herzen von Reiter und Publikum höher schlagen.

Mehr als jede andere Form der Reiterei ist die Schleppjagd natur- und kreaturverbunden, weil  Reiter, Pferde und Hunde in  der freien Natur Geländeschwierigkeiten nach bestimmten Unfall verhütenden Regeln im schnellen Galopp überwinden müssen.

Beeindruckend, wie Richard Martens, Master mit der Equipage,  die 27 Beagle im Griff hatte. Zu gerne wollten sie schon los, aber zunächst musste noch die Spur gelegt werden. Sie bedsteht aus verdünnter Fuchslosung, Anis und Heringslage. Es wird also kein Wild gejagt. Nach dem Peitschenschlag  stürmten die Hunde los, immer dem Duft nach. Die ungefähr 15 Kilometer lange Strecke  führte über Klostersee durch die Geländevielfalt von Wald, Feld  entlang  des Wellenschlages der Ostsee. Um 16.30 kamen Reiter, Pferde und Hunde  zwar erschöpft aber glücklich und wohl behalten wieder am Südstrand von Kellenhusen an.

Das Halali der Johannesbeeker Jagdhornbläser aus Sipsdorf beendete die Jagd. Ministerpräsident Torsten Albig heftete allen Reiterinnen und Reitern den Eichenbruch ans Revers, und die Hunde bekamen ihr Curée, Rinderpansen, als Belohnung. Dazu zogen die Reiter aus Dank an die Hunde die Kappen. Der Jagd- und Beutedrang ist der Urinstinkt der Hunde. Eine Schleppjagd entspricht also dem natzürlichen Bedürfnis der Hunde, nur, dass am Ende nicht das erjagte Wild die Beute ist sondern ein Rinderpansen.

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