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Im Bann der Pferde mit der Elchschaufel

53. Trakehner Hengstmarkt Im Bann der Pferde mit der Elchschaufel

33 war die Glückszahl der vergangenen vier Tage Trakehner Hengstmarkt: In den Neumünsteraner Holstenhallen wurden zur 53. Körung 33 Hengste vorgestellt, und am Ende stellte die Kommission die Nummer 33, Perpignan Noir, an die Spitze von elf „Gekörten“.

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Der Sieger: Perpignan Noir.

Quelle: Jessica Bunjes

Neumünster. Der Schwarzgold-Sohn war als Fohlen über die Verbands-Auktion in Hannover in die Schweiz versteigert worden und wuchs dort bei dem Unternehmer Adrian Gasser und seinem Team auf. Vor sechs Monaten kam der Rappe zurück nach Deutschland, um hier von Pascal Kandziora aus Spelle bei Osnabrück auf seinen großen Auftritt vorbereitet zu werden. Kaum eine Pferdelänge schob er sich nach Punkten vor den Reservesieger aus Dänemark, den Millennium-Sohn Helium.

Zwei weitere der elf gekörten Hengste stammen vom Vater des Vorjahressiegers, Millennium, ab, fünf kommen aus Schleswig-Holstein, keiner ist Halbblüter. Körkommissionsmitglied Elmar Lesch (Thomasburg) ermunterte die Züchter in seinem Resumée dennoch, „Mut zum Blut“ zu haben. Verbessert habe sich über die Jahre die Qualität der Hufe, der Bewegungsablauf sei „moderner und effektiver“ geworden.

33 war die Glückszahl der vergangenen vier Tage Trakehner Hengstmarkt: In den Neumünsteraner Holstenhallen wurden 33 Hengste zur 53sten Körung vorgestellt und am Ende stellte die Kommission die Nummer 33, Perpignan Noir, an die Spitze von elf „Gekörten“.

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Fuchshengst Edmonton, im Besitz der US-Chirurgin Margaret Mac Gregor und der Hessischen Hausstiftung Panker, galoppierte zur Prämie, vor allem, weil er am besten von allen sprang. Bester Springhengst aus Schleswig-Holstein wurde Pokerface aus der Zucht von Hans-Wilhelm Bunte (Hoffeld). „Wir haben viele unterschiedliche Typen gesehen, aber wir leben von dieser Varianz“, sagte Trakehner-Vorstandsmitglied Hans-Werner Paul (Rethwisch).

Siegerhengst Perpignan Noir ist laut Körkommission „ein Pferd mit perfektem Trakehner Überzug“ und laut Vorführer Kandziora „hochintelligent“. Sowohl der Ausbilder, der seit elf Jahren Hengste auf Körungen vorstellt, als auch Pferdebesitzer Gasser, der nach eigener Aussage „nichts von Pferden versteht“, legten zum ersten Mal Hand an einen Trakehner. Beide wollen es wieder tun, denn beide sind in den Bann der Pferde mit der Elchschaufel geraten: „Hier herrscht eine Atmosphäre, die nur wenige Veranstalter hinbekommen“, sind sie sich einig. Gasser gab zu, „das Einzige, das ich zu diesem Erfolg beigetragen habe, war, ihn nicht zu verhindern“, und versprach: „Wir bleiben dran. Pferde kauft man ohnehin am besten immer gleich zwei, das sind ja Herdentiere, habe ich gelesen.“

Gefreut hat das sicher Verbandspräsidentin Petra Wilm (Tasdorf), die mit der Akzeptanz der Veranstaltung zufrieden sein konnte: Der Sonnabend war ausverkauft, die Resonanz auf die Neuerung der Dreiecksmusterung gut. „Die Hengste kamen dazu, sich zu entfalten“, so Zuchtleiter Lars Gehrmann (Brodersdorf), dessen Bilanz positiv ausfiel: „Die Symbiose aus Typ und Qualität gelingt nicht immer. Aber wir hatten dieses Jahr einen Prämienring, der sich sehen lassen kann – und dann macht Kören Spaß.“ Am Ende des weltweiten Trakehner Treffens stand die Auktion von zehn gekörten Hengsten, die 1195000 Euro einbrachten. Den Spitzenpreis erzielte der Sieger, er wurde für 340000 Euro nach Österreich verkauft.

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